Das Team um Kapitän Patrick Bieber befindet sich mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison in der dritten Liga und mittlerweile kann der sportliche Leiter Fabian Schoierer seine Arbeit als getan ansehen. Mit Oliver Köppel, Anes Bečić und Matevž Kunst sind die letzten drei Neuzugänge für die neue Saison fix und der Kader des Drittligateams ist vollständig.

Der 29-jährige Oliver Köppel spielte in der letzten Saison beim Württembergischen Verein TV Altenstadt in der 5. Liga auf Rückraummitte und sammelte all seine Handballerfahrung jenseits der bayerischen Grenze in Baden-Württemberg. Der Württembergische Handball unterscheidet sich vom bayerischen insbesondere durch eine deutlich offensivere Interpretation der Abwehr und daraus folgend im Angriff durch ein deutlich schnelleres Spiel mit weniger Augenmerk auf den Rückraum. Da in der nächsten Saison das Gros der Teams jenseits von Ulm liegen wird, hofft Trainer Gábor Czakó zum einen darauf, dass sein Team von der Erfahrung mit der alternativen Interpretation des Handballs des gelernten Pädagogen profitieren kann.

Matevž Kunst kommt vom slowenischen Erstligisten MRD Dobova an die Donau. Der talentierte und wurfstarke 22-jährige soll als Allrounder den Günzburger Rückraum in der kommenden Saison unterstützen. Sandro Jooß ist überzeugt, dass Matevž den VfL´er gerade in der nächsten Runde gut tun wird. Ein späterer Saisonbeginn in Verbindung mit einer deutlichen Aufstockung der im Vergleich zur Bayernliga eh schon größeren dritten Liga würde insbesondere für die Rückraumspieler um Pascal Buck eine kaum machbare Belastung darstellen. Vordergründig hoffen die Verantwortlichen mit durch die Verpflichtung von Matevž einen weiteren kleinen Baustein des Projekts „Klassenerhalt“ gefunden zu haben; wenn ein wenig tiefer geschaut wird, spielten Gedanken der Verletzungsprophylaxe ohne Frage ebenfalls eine Rolle, da der bisherige Kader des VfL kaum breit genug für die Strapazen der kommenden Saison gewesen sein dürfte.

Nach dem Weggang von Frieder Bandlow und dem berufsbedingten Kürzertreten von Jonas Lehr stellte die vakante Position auf Rechtsaußen die größte Baustelle der Kaderplanung für die neue Saison dar. Schon in der Bayernliga merkte das Meisterteam schmerzhaft bei den notwendigen Pausen von Bandlow das Fehlen eines weiteren Spielers. Ohne einen spielstarken Linkshänder ist es schier ein Ding der Unmöglichkeit, Spiele in der dritten Liga zu gewinnen. Nach längerer Suche konnte mit Anes Bečić ein cleverer Linkshänder mit einem guten Auge und einem lockeren Handgelenk vom österreichischen Zweitligisten Hc Trofaiach verpflichtet werden. Anes spielte sowohl für die Jugend-, als auch für die Herrennationalmannschaft von Bosnien und Herzegowina und gelang von seinem Heimatverein HC Bosna Sarajevo über den israelischen Club Hc Maccabi Tel Aviv nach Österreich.