Herren – Regionalliga

VERFOLGERDUELL IM HACHINGA TAL

Am Samstag um 18.00 Uhr treten die VfL-Handballer als Vierter beim Tabellenfünften HT München an. Spiele zwischen den südbayerischen Rivalen und Handballfreunden sind immer etwas Besonderes gewesen. Drunter und drüber ging es in den letzten Duellen, unglaubliches Tempo ist zu erwarten. Es treffen zwei Torfabriken aufeinander: Die Schwaben erzielten bislang 656 Tore, die Oberbayern 655.

Das Hinspiel endete nach einem packenden Fight 34:34. Lange dominierte die Spielgemeinschaft aus Taufkirchen und Unterhaching. In der 50 Minute führten die Schützlinge von Auswahltrainer Johannes „Danger“ Borschel 27:30. Doch der VfL kann in dieser Saison Schlussphase und holte zäh kämpfend Tor um Tor auf. Nervenstark verwandelte Gabriel Scholz in der 58. Minute seinen siebten von sieben Siebenmeter zum 34:34. Mit letzten Kräften verteidigten beide Defensivreihen ihre Tore und so sollte kein Treffer mehr gelingen. Durch das finale Aufholen fühlten sich Gastgeber damals besser.

Da beide Mannschaften auf Tempospiel setzen, variieren die Torschützen arg. Bester HT-Werfer ist Fynn Bjarne Junior auf Platz acht der Ligatorschützenliste mit 107 Buden, wohl auch weil er Siebenmeter werfen darf. Der nächstbeste Torjäger ist dann erst Fabian Winter auf Platz 36. Ein Schwerpunkt wird energisches Rückzugsverhalten sein, jeder einzelne HT-Spieler ist zumindest beim Gegenstoß immens gefährlich. Auch beim VfL fehlt der eine überragende Werfer: Die interne Liste führt Nicolai Jensen mit 94 Toren als 15. der Ligatorschützen an, gefolgt von David Pfetsch auf Platz 19 mit 86 Einwürfen. Durch die Priorisierung der Tempospieles verteilt sich das Trefferfeld.

Zusätzliche Parallele: Beide Teams hatten eine Schwächephase in der Runde, sonst wäre trotz vieler starker Leistungen mehr drin gewesen. Mittlerweile scheinen beide Teams aber zurück auf der Erfolgspur zu sein. Im Löwenkäfig zerlegten die HT-Spieler mit ihrem riesigen Kader müde Großkatzen mit 23:32. Bereits zur Halbzeit war die Vorentscheidung gefallen. 6:15 leuchtete es unerbittlich von der Anzinger Anzeigentafel. Zerrupft waren die Mähnen.

Die Vorfreude auf das Südbayernderby ist riesig. „Genau der richtige Einstieg nach der Osterpause“, so Abteilungsleiter Martin Frey: „Da haben die Trainer wenig Motivationsarbeit. Spiele gegen HT versprühen Vorfreude“. Die Kadersituation beim VfL ist erfreulich stabil. Sogar Tino Jensen ist wieder ins Training eingestiegen.

Wie immer bietet der VfL Günzburg eine Mitreisemöglichkeit im Mannschaftsbus an. Da mit großem Andrang zu rechnen ist, bitte unbedingt bei Bus-Manager Dieter Pohl anmelden. Der Weg in die Landeshauptstadt ist kurz und die Anwurfzeit 18.00 Uhr familienfreundlich. Man kehrt frühzeitig zurück. Für Selbstfahrer die Hallenanschrift: Hachinga Halle in der Grünauer Allee 6.

Hier geht es zur HT-Homepage:
www.ht-muenchen.de