Herren – Regionalliga

VORLETZTE AUSFAHRT

Am Sonntag um 16.00 Uhr treten die VfL Handballer bei HBC Nürnberg an. Der Aufsteiger lieferte eine fulminante Hinrunde ab. Nach dem Wiederaufstieg hatten die Mittelfranken offensichtlich ihre Hausaufgaben gemacht. Körperlich viel stabiler standen sie mit 12:14 Punkten fern von Abstiegssorgen auf einem ausgezeichneten siebten Tabellenplatz. Die Abstieg schien vorentschieden: Der TSV Waldbüttelbrunn hatte fünf ganze Pluspunkte, der TSV Haunstetten nur zwei und der TSV Ismaning nur einen.

Nach einer frohen Nürnberger Weihnachten wandte sich das Blatt nach und nach. Dem TSV Haunstetten gelangen mit nervigem, aber eben auch sehr erfolgreichen Systemhandball sensationelle 11:9 Punkte, dem HBC nur 3:17 und so geistert schon seit einiger Zeit in der Frankenmetropole das Abstiegsgespenst wieder frech herum. Bei noch drei ausstehenden Spielen trennen die Nürnberger und Augsburger noch genau zwei ganze Punkte. Bayerische Handballexperten sind gespannt, wer sein Restprogramm besser nutzen wird. Der TSV Haunstetten spielt noch daheim gegen Lohr und Rothenburg, sowie im Bayreuther Wohnzimmer,. Die Sonntagsgastgeber gegen den VfL, dann beim TSV Waldbüttelbrunn und zum Saisonabschluss in eigener Halle gegen den TSV Allach.

Die Tendenz spricht eher für den TSV. Gerade das letzte Wochenende war bitter für die Franken. Viel hatten sie sich für das Duell bei den ebenfalls zuletzt stark gerupften Anzinger Löwen vorgenommen. Zur Halbzeit bestand beim 13:10-Rückstand noch Schlagdistanz. In der 40. Minute schwammen dann die Felle davon, als die entfesselten Oberbayern von 20:16 auf 23.16 davonzogen. Die HBC-Köpfe sanken immer tiefer, alle Dämme brachen und am Ende stand ein in der Höhe nie erwarteter 31:22- Sieg. Der SV Anzing griff dabei erfolgreich zum Strohhalm Trainerwechsel: Für den ehemaligen Günzburger Julian Ruckdäschel schwang Kay Hoffmann das Trainerzepter.

Die Rückfahrt dürfte nachdenklich gewesen sein. Verpasste Chancen, Rückrundenverlauf und Restprogramm schwirrten durch den Kopf. Doch jahrelanger Wettkampf, auch Auf- und Abstiege, machen hart. Die lädierte Krone dürfte wieder gerichtet sein, Nun muss ein Sieg gegen den VfL Günzburg her.

Leicht dürfte das nicht werden, denn auch der VfL Günzburg möchte nach zwei unglücklichen Niederlagen gegen Spitzenteams unbedingt auf die Erfolgsspur zurück. „Toll spielen zählt nicht, es geht am Ende um zwei Punkte“, so Trainer Sandro Jooß. Dafür wird es wieder Zeit.

Im Hinspiel fetzten beide Mannschaften handballbegeistert durch die Rebayhalle. Beim 21;14 pfiffen die Schiedsrichter zur Halbzeit. Am Ende leuchtete ein torreiches 38:32 von der Anzeigentafel. Der VfL befand sich damals in top Form. Aktuell ist er das auch wie die letzten beiden Spiele durchaus bewiesen, nur der Punktelohn fehlte. Er soll nun eingefahren werden. „Dafür werden wir alles raushauen“, freut sich Daniel Jäger auf die ordentliche Herausforderung.

Wie immer bietet der VfL Günzburg Mitfahrgelegenheit im Mannschaftsbus an.

Hier geht es zur Homepage von HBC Nürnberg:
https://hbc-nuernberg.de/