Herren – Regionalliga
Am Samstag um 19.45 Uhr wird die Begegnung zwischen der DJK Waldbüttelbrunn und dem VfL Günzburg angepfiffen. Waldbüttelbrunn mit seinen etwa 5300 Einwohnern, einer Gemeinde im Landkreis Würzburg, acht Kilometer westlich von Würzburg gelegen, gehört zu den bekanntesten Handballdörfern in Bayern und zu den Traditionsvereinen der Regionalliga. Viele Jahre galten die Franken als der ewige Zweite. Als keiner mehr so richtig damit rechnete, erfüllte sich der Traum von der Meisterschaft. Personell wurde danach erheblich aufgerüstet. Doch es erging der „Macht vom Sumpfler“ so wie fast allen bayerischen 3. Liga-Aufsteigern: Sang-, klang- und fast punktlos stiegen die Handballhelden wieder ab. Seiher dreht sich das dortige Personalkarussell heftig. Zwar gibt es immer wieder Neuzugänge, insgesamt überwiegen jedoch die Aussteiger. Es wird immer schwieriger genügend Regionalligaspieler für das DJK-Aushängeschild zu rekrutieren.
Und so geht es nun schon im zweiten Jahr um den Klassenerhalt. Aktuell stehen die Schützlinge von Nicole Meulenkamp auf dem zwölften Platz. Nach aktueller Lage der 3. Liga Süd – dort schwächelt der TuS Fürstenfeldbruck arg – wäre das der erste Abstiegsplatz. Entschieden ist freilich noch lange nichts, die beliebten Nichtabstiegsplätze sind weiter in Reichweite, auch wenn nach der Weihnachtspause wichtige Punkte liegen gelassen wurden.
Zunächst setzte es beim starken Aufsteiger HBC Nürnberg eine 27:22 (17:13)-Niederlage. Das Spiel kam einfach zu früh. „Gerade eineinhalb Trainingseinheiten konnten davor absolviert werden“, ist auf der Homepage zu lesen. Am vergangenen Wochenende folgte das Heimspiel gegen den Anzinger SV. Gierig holten sich die punktehungrigen Löwen die Auswärtspunkte. Zunächst leuchtete ein unerbittliches 0:4 von der Anzeigentafel, dann ein ernüchterndes 3:11. Zur Halbzeit stand es 10:15, nach 60 Minuten 25:30. Immerhin blieb damit den treuen Fans ein Debakel erspart. gekämpft wird in der Ballsporthalle Waldbüttelbrunn. Handball in der Gemeinde hat sich einen gute Ruf erarbeitet, der wird auch in schwierigsten Personalsituationen verteidigt. Darauf muss sich der VfL einstellen.
Prunkstück der Samstagsgastgeber ist eine hohe und zupackende 6:0-Deckung, hinter der mit Max Feuerbacher ein ausgezeichneter Torwart zwischen den Pfosten wartet. Bekannteste Spieler sind Top-Torschütze Linus Dürr, der lange beim vormaligen Zweitligisten DJK Rimpar spielte und der Hüne Linus Geis, der schon Bundesliga- und Europapokalluft schnupperte.
Im Hinspiel teilten sich der VfL Günzburg und die DJK Waldbüttelbrunn mit einem 27:27 die Punkte. Zum einen spielten die damaligen Gäste ausgezeichnet, zum anderen hatte sich Bruder Leichtfuß ins Günzburger Team geschmuggelt. Die Meldungen aus Franken, dass neun Abgänge bei kaum Neuzugängen zu verkraften seien, gerade einmal sieben grüne Feldspieler zum Auftaktspiel antraten und eine frühe 7:2-Führung wogen die Weinroten in naiver Sicherheit. Als es in der 55. Minute auf dem Spielbericht 23:25 hieß, schwammen erste VfL-Felle an Günz und Donau leise davon. Nur mit einer Energieleistung konnten die Felle und der eine Punkt noch gerettet werden.
Kämpfen können in der Regionalliga auch Wenige, egal auf welchem Tabellenplatz sie stehen. Es gibt keinen Grund die „Macht am Sumpfler“ zu unterschätzen. „Wenn das im Hinspiel nachhaltig gelernt wurde, dann hat der verlorene Punkt Sinn gemacht – aber nur dann“, gibt Sandro Jooß zum besten.
Wie immer besteht Mitfahrgelegenheit im Mannschaftsbus. Anmeldungen bitte bei Dieter Pohl.
Hier geht es zur Homepage der DJK Waldbüttelbrunn:
www.djk-waldbuettelbrunn-handball.de



