Herren – Regionalliga
Wenn am Samstag um 19.30 Uhr in der Lohrer Spessarttorhalle zwischen dem heimischen TSV und dem VfL Günzburg zum Regionalligaduell angepfiffen wird, dann empfängt der Tabellenneunte den Fünften der Liga. Die Gastgeber mussten in den letzten Jahren immer bis zum Schluss um den Klassenerhalt bangen. Mit 13:21-Punkten stehen sie aktuell besser da als in den Vorjahren und haben zum ersten Abstiegsplatz bereits sechs Punkte Vorsprung. Doch die Runde ist noch lange. Nur weitere Siege können das Abstiegsgespenst endgültig vertreiben. Das wissen die Lohrer genau. Diese Last wird am Samstag drücken.
Zum Jahreswechsel gab es einen Trainerwechsel. Bernd Becker, bereits zum dritten Mal Lohrer Coach und ein sehr sympathisches Urgestein der Liga übergab das Zepter an Peter David, einem ehemaligen slowakischen Nationalspieler, der auch schon einmal das Bundesligateam des TV Großwallstadt trainierte. Nach seiner Amtsübernahme im neuen Jahr ging es steil bergauf. Völlig überraschend wurde Meisterschaftskandidat HT München daheim mit 35:30 besiegt. Bei der TG Landshut unterlagen die Franken knapp und unglücklich mit 28:30. Gegen die Nichtabstiegskonkurrenz aus Ismaning und Nürnberg gelangen wichtige doppelte Punktgewinne. Der „neue Besen“ kehrte also gut. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse ist es die Lohrer Riesen Vincent Schwiederik und Gergö Zvolenski besser ins Spiel zu bringen.
Am vergangenen Wochenende dann der erste Dämpfer: Im Löwenkäfig des Anzinger SV, der ebenfalls um Abstand zu den Abstiegsplätzen ringt, unterlagen die Löhrer Füchse chancenlos mit 23:35. Die Vorentscheidung fiel früh. Nach dem 4:6-Anschlusstreffer von Vincent Schwiederik, zogen die Anzinger auf 9:4 davon. Die vorrausgegangen Erfolge wogen wohl in unangebrachter Selbstsicherheit..
Es ist davon auszugehen, dass diese Lektion gelernt wurde. Außerdem haben die Lohrer ein Heimspiel. Die Spessarttorhalle ist ein Hexenkessel. Ähnlich wie in Günzburg hat Handball in Lohr große Tradition. Viele Jahre spielte der TSV in der damaligen 3. Liga als sie noch Regionalliga hieß. Für viele Lohrer ist Handball Samstagabendveranstaltung und Treffpunkt – eine Atmosphäre, auf die sich auch Gastmannschaften freuen.
Der VfL Günzburg fährt nach der Heimniederlage gegen Spitzenreiter SG Regensburg als Favorit an den Main. Nicolai Jensen ist wieder voll einsatzfähig. Kreisläufer Alexander Prechtl hingegen wird nach der Diagnose „Kreuzbandriss“ lange ausfallen. Für ihn rückt Lenny Wulz aus der A-Jugend in den Kader. „Er ist voll einsatzfähig, so Trainer Sandro Jooß und sei seit langem in den Trainingsbetrieb der 1. Mannschaft integriert. Die Talente werden dem VfL Günzburg in den nächsten Jahren dank der engen Verzahnung zwischen Jugendmannschaften, Reserveteam und erste Mannschaft nicht ausgehen – im Gegenteil. Das bleibt Trumpfkarte der Schwaben.
Wie immer bietet der VfL Günzburg Mitreisemöglichkeit im Mannschaftsbus. Wer an einem Tag durch ganz Bayern fahren möchte, einfach bei Dieter Pohl anmelden. Zwar kommt man sehr spät nach Hause, für die Stimmabgabe bei der Kommunalwahl am Sonntag wird es aber auf alle Fälle reichen. Für gute Stimmung auf der Rückfahrt möchte die 1. Mannschaft zuvor auf dem Spielfeld sorgen.
Hier finden Sie Infos zum Gegner:
www.lohrerfuechse.de



