Herren – Regionalliga
Trotz des Raunau-Derbys der VfL-Reserve, bei dem es auch noch Freibier gab, fanden sich in der Günzburger Sporthalle 400 Zuschauer ein. Nach zuletzt drei Heimniederlagen wurde die Mannschaft von der lokalen politischen Prominenz unterstützt: Auf der Trbünde durch den wieder gewählten Landrat Dr Hans Reichhart, auf dem Spielfeld durch den designierten Oberbürgermeister der Stadt Günzburg Michael Jahn, und im Tor durch den gewählten Stadtrat Patrick Bieber. Das klare 39:29 (22:11) zeigt, dass der Beistand der Landtagsabgeordneten Jenny SchaCk diesmal noch nicht nötig war-
Das Spiel begann ganz nach dem Geschmack der Zuschauer. Nach gut zweieinhalb stand es 3:0. Rückraumlinks Robin Lorenz war ein astreiner Hattrick gelungen. Er drückte mit seiner Dynamik der Anfangsphase seinen Stempel auf. Sieben seiner acht Treffer erzielte er bis zur 18. Minute. Gestützt wurde der schnelle weinrote Handballspaß durch eine zupackende Abwehr um Daniel Jäger und Yannick Meye. Die Isar-Devils fanden kaum Mittel um den Abwehrgürtel zu sprengen oder scheiterten am starken Keeper Patrick Bieber. Der zupackenden Defensive war es zu verdanken, dass Gegenstoßtore am Fließband produziert wurden, besonders der siebenfache Torschütze David Pfetsch, der erneut von einem eigenen Fanclub ohne jeden politischen Hintergrund unterstützt wurde, profitierte davon.
Die stark abstiegsgefährdeten Oberbayern konnten zu keinem Zeitpunkt an ihre Top-Leistungen der Vorwochen anknüpfen. Im Gegenteil, lediglich ihre Trainer schienen dagegen lautstark anzukämpfen. Nach spätestens 18. Minuten war die Begegnung vorentschieden, als – natürlich – Robin Lorenz zum 16:5 einnetzte. Auch andere Youngster überzeugten. Nach überstandenem Kreuzbandriss kam erstmals Neuzugang Erik Lieder zum Einsatz: Für seine vier Treffer benötigte er genau vier Versuche. Damit half er der Mannschaft sehr, zumal die etatmäßigen Rechtsaußen Noah Heisch und Leo Spengler ausfielen. Es war Erik Lieders erstes Regionalligaspiel überhaupt. Er dürfte gut geschlafen haben. Ebenso netzte der A-Jugendliche Lenny Wulz dreimal ein und durfte in der Abwehr auf der schwierigen Hintenmitte-Position ran.
Es gelang fast alles. Die Mannschaft spielte aus einem Guss. Als die ausgezeichneten Schiedsrichter Petronella Richter und Ulrich Grimm zur Halbzeit pfiffen, leuchtete ein 22:11 von der hochmodernen Anzeigentafel der altehrwürdigen Sporthalle Günzburg..
In der zweiten Halbzeit schien das muntere VfL-Spiel nicht aufhören zu wollen als Joseph Stotz in der 39. Minute zum 28:14 traf. Leider war danach die Gier erloschen sich zu beweisen und dem Gegner bedingungslos die Grenzen aufzuzeigen. HaSpo Bayreuth kann das in der Abwehr, die Regensburger Adler (diesmal 36:23 gegen Rothenburg 2000) können das hinten wie vorne. „Nur deswegen stehen sie ganz oben – da kann nie was anbrennen“, so Cheftrainer Hofmeister.
Die Gäste kamen nun besser ins Spiel. Ihre engagierten Trainer hatten das verdient. Am Ende stand ein gerechtes 39.29 im Spielbericht. Der VfL geht als Vierter in die Osterpause und möchte kurz vor Pfingsten als Dritter abschließen.
War in der Hinrunde Stillstand in der Tabelle, geht es in der Rückrunde drunter und drüber. Der TSV Haunstetten sorgt mit zuletzt 9:1-Punkten für Furore. Diesmal gewannen sie mit 25:29 beim TSV Allach. Damit rückten sie bis auf zwei Punkte an HBC Nürnberg, den TSV Lohr und dem HSC Coburg 2 heran, die sich urplötzlich wieder in akuter Abstiegsfahr befinden, ebenso wie die Anzinger Löwen mit nur einem Pluspunkt mehr als dieses Trio,
Aufgestiegen sind aus der Süd-Oberliga der TSV Ottobeuren und aus dem Norden HSC Erlangen 3. Der dritte Aufsteiger wird demnächst in Relegationsspielen zwischen dem TSV Herrsching und der DJK Rimpar 2 ermittelt.
Hier geht es zum Spielbericht:
https://bhv-handball.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaHBDE.woa/wa/groupMeetingReport?meeting=8042561&championship=BHV+2025%2F26&group=437864


