Herren – Regionalliga
Zur besten Günzburger Handballzeit, am Samstag um 19.30 Uhr, empfängt der Tabellenfünfte VfL Günzburg mit 30:14 Punkten den Tabellendritten aus Landshut, der eine Bilanz von 34:10 Punkten aufweist. Als Absteiger aus der 3. Liga waren die Niederbayern als Favorit in diese Saison gestartet. Ein Abstieg führt immer zu personellen Verwerfungen. Etliche Leistungsträger verließen den Verein oder hängten die Handballschuhe an den berühmten Nagel. Außerdem schlug das Verletzungspech unbarmherzig zu: Die früheren HaSpo-Stars Paul Saborowski und Tobias Gersch fielen lange aus. Das erschwerte die Ambitionen. Viele echte Handballkönner wurden deswegen neu verpflichtet. Für ganz oben reichte es in dieser Saison nicht: Die eingespielten Formationen aus Regensburg und Bayreuth liefen der TG den ersten und zweiten Rang ab.
Aktuell scheint die Formkurve der Landshuter wieder nach oben zu zeigen. In einer erstaunlich harten Partie mit insgesamt dreizehn Zeitstrafen besiegten sie müde Anzinger Löwen mit 37:23 (21:13). Die Vorentscheidung gegen die personell arg gebeutelten Löwen fiel bereits als Filip Sunajko das 10.5 erzielte. Gewechselt wurde bei einem Spielstand von 21:13.
Das Hinspiel verloren die Günzburger mit 28:23 (8:10) ein wenig zu hoch. Es war die beste Phase der Weinroten. Erstmals konnte den Spitzenteams wieder erfolgreich Paroli geboten werden. Die zahlreichen Fans sahen damals einen phantastischen Liga-Hit, bei dem der VfL dank einer starken Defensive zur Halbzeit mit 8:10 führte. Nach der Halbzeit erst die Ernüchterung. Die TG kippten den heißen Handballtanz und freute sich über ein 16:13. Doch der VfL blieb zäh, schaffte im Hexenkessel noch einmal die Wende als Nicolai Jensen zum 19:21 einwarf. Zumindest vorübergehend schien ein absoluter Spitzenplatz in der Liga möglich. Es ging um Millimeter wieder führte die Turngemeinde. Leo Spengler glich in der 53. Minute noch einmal zum 23:23 aus. Dann war das weinrote Pulver verschossen. Kein Tor sollte den stolzen Schwaben mehr gelingen. Das 28:23 las sich bitter.
Die Mannschaft um den designierten Oberbürgermeister Michael Jahn hat sich für das vorletzte Heimspiel die Revanche vorgenommen. In Bayreuth wurde gewonnen, die Niederlage bei HT vor Wochenfrist war knapp und irgendwie unnötig. Der VfL ist in Top-Form. Mit der TG Landshut stellt sich zum letzten Mal ein Spitzenteam in heimischer Halle vor. „Wir wollen unseren Fans einen weiteren Sieg gegen einen Hochkaräter der Liga schenken. Das ist erfreulich schwierig. Aber genau wegen solcher Herausforderungen spielen wir in der Bayerischen Eliteliga“, blickt Abteilungsleiter Martin Frey kämpferisch auf das anstehende Samstagabendspektakel“. Außer den bekannten langfristigen Ausfällen, kann die 1. Männermannschaft auf ihren großen Kader zurückgreifen.
Für 2026/2027 finden aktuell die Relegationsspiele der Oberligazweiten in die Regionalliga statt. Das Hinspiel gewann die SG Rimpar 2 beim TSV Herrsching mit 29:34. Das Rückspiel findet am 25.04. statt.
Hier geht es zur Homepage der TG Landshut:
www.tglhandball.de


