Herren – Regionalliga

M1: ZUM SAISONAUFTAKT KOMMT DER HSC COBURG 2

Endlich ist es wieder so weit: Nach monatelangen Vorbereitungsschindereien startet am Samstag um 19:30 Uhr die Spielrunde 2026/2027 mit dem Duell gegen den HSC Coburg 2. Die Vorfreude ist riesig. Bei den Günzburger Feierabendprofis geht es nicht um Geld, größter Lohn ist der Auftritt vor den vielen VfL-Fans.

​Auch wenn einige gewohnte Gesichter nicht mehr dabei sein werden, drehte sich das Personalkarussell bei den Schwaben erfreulich langsam. Da der Aktivenhandball zwischen Göppingen und Augsburg schwächelt, sind fertige Neuzugänge selten. Für Handballstars und -sternchen fehlt schlicht das Geld. Abgänge müssen größtenteils durch die eigene erfolgreiche Jugendarbeit kompensiert werden. Kurz vor dem Anpfiff steht fest: Luca Christl und Alex Prechtl werden wegen Kreuzbandrissen nicht mit einlaufen. Gabriel Scholz wechselte zum TSV Friedberg, Yannick Meye schloss sich dem brandenburgischen Regionalligisten MTV Altlandsberg an, Nico Schmidt laboriert an langwierigen Rückenproblemen und Torwarttitan Patrick Bieber hängte seine Handballschuhe nach vielen erfolgreichen Jahren an den Nagel.

​Der einzige echte Neuzugang ist Rückraumallrounder Kevin Hamberger vom TV Flein, den es studienbedingt nach Ulm verschlug. Neu-Torwart Moritz Schumacher erlernte sein Handball-Einmaleins wie die Cremer-Brüder bei der SG Ulm&Wiblingen, spielte zuletzt bei der TSG Söflingen und ist kein Unbekannter: Er verhinderte bereits mit einem Doppelspielrecht in der VfL-A-Jugend gegnerische Torerfolge. Aus der eigenen A-Jugend bzw. dem BOL-Männerteam gehören Tino Jensen, Lukas Lerner und Lenny Wulz nun fest zum Kader. „Die jüngeren Spieler bekamen in den Testspielen jede Menge Spielanteile und zeigten sich für die höheren Aufgaben gut gerüstet“, plaudert Trainer Sandro Jooß gewohnt gut gelaunt aus dem Nähkästchen – so eine Saisonvorbereitung ist schließlich für jeden Trainer das reinste Vergnügen.

​Naturgemäß veränderte sich auch das Gesicht der Liga. Die Regensburger Adler erfüllten sich endlich den Traum von der 3. Liga, in die sie mit 2:4 Punkten starteten. Die DJK Waldbüttelbrunn, der TSV Haunstetten und der TSV Ismaning stiegen in die Oberliga ab. Mit dem HC Erlangen 3 und Rimpar 2 kamen zwei Reservemannschaften hoch in die Bayerische Elite-Liga. Hinzu kommen unsere Handballfreunde aus Ottobeuren – auf dieses Schwabenderby freut sich der VfL Günzburg ganz besonders. Nach sehr vielen erfolgreichen Jahren in der 3. Liga stieg zudem der TuS Fürstenfeldbruck auf BHV-Ebene ab.

​Die Handballeuphorie in Günzburg ist ungebrochen: 700 Zuschauer bei einem B-Jugendspiel am vergangenen Wochenende dokumentieren das eindrucksvoll. Herausragend ist auch die innere Begeisterung, die die weinrote Handballbewegung trägt. Die Spieler der ersten Mannschaft sind dabei das Aushängeschild des Vereins: Viele sind trotz der weiten Auswärtsfahrten, eines rappelvollen Spielplans und zahlreicher Trainingseinheiten ehrenamtlich tätig. Darüber hinaus engagiert sich der Verein stark in der Stadtgesellschaft – „#wirsinddeinteam“ ist für unsere Vereinshelden nicht nur ein Hashtag. „Kaum zu glauben, dass die Jungs voll und erfolgreich im Berufsleben oder im Studium stehen und all das nebenbei leisten“; wundert sich Abteilungsleiter Martin Frey immer wieder. Nur in der Schule käme es wegen missverständlicher Prüfungsfragen immer wieder zu kleineren und mittleren Problemen:

​Als Muster an Beständigkeit möchte die Mannschaft um Oberbürgermeister Michael Jahn auch in dieser Spielzeit wieder oben mitspielen. Der erste „Handballbrocken“, der dabei aus dem Weg gerollt werden muss, ist die Reserve des HSC Coburg 2. Obwohl diese Begegnung zu den VfL-Klassikern gehört, stellt sie jedes einzelne Mal einen Start in das personell Ungewisse dar. Die Franken tanzen nämlich auf vielen Handballhochzeiten und wer genau an diesem Samstag mit der 2. Coburger Männermannschaft nach Günzburg fahren darf, weiß nicht einmal Cheftrainer Hofmeister mit all seiner Erfahrung..

Die Punkte sollen auf alle Fälle in Günzburg bleiben. Die Mannschaft hofft auf eine rappelvolle Nordtribüne. Die Grundlage für ein stimmungsvolles Handballfest will sie auf dem Spielfeld legen. „Die Halle muss brennen“, wie Hallensprecher Wille Nagat gerne zum besten gibt. Außerhalb des Spielfeldes möchte der VfL der bekannt gute Gastgeber sein. Für die Party danach eröffnet die Damenmannschaft eine Aperol-Bar. Alles ist herrlich angerichtet.

Hier geht es zur Homepage des HSC Coburg 2:
www.hsc2000.de/home/