Herren – Regionalliga

AUSWÄRTS IN ROTHENBURG

Am Samstag um 19.30 Uhr treten die VfL-Handballer in der Halle am P1 gegen den TSV 2000 Rothenburg an. Beiden Mannschaften glückte der Saisonstart: Während die Schwaben mit 32:30 gegen einen starken HSC Coburg 2 gewinnen konnten, entführten die Mittelfranken mit einem 29:27-Auswärtserfolg beim heimstarken Anzinger SV beide Punkte aus dem gefürchteten „Löwenkäfig“.

​In der letzten Saison schloss der VfL mit deutlichem Vorsprung auf dem fünften Platz ab, während der TSV Sechster wurde. Die beiden direkten Duelle waren hart umkämpft und endeten jeweils mit Heimsiegen. An der Donau stand nach 60 Minuten ein knappes 23:22 auf dem Spielbericht, ob der Tauber hieß es am Ende 32:29. Diese Niederlage wurmte die Günzburger sehr, war es doch der letzte Auftritt von Patrick Bieber im VfL-Tor.

​Trainiert werden die Samstagsgastgeber von Valentin Akushka. Trotz namhafter Abgänge gelang es ihm in der Spielzeit 2025/2026, nach jahrelangen Abstiegssorgen frühzeitig einen guten Mittelfeldplatz zu sichern. Das dürfte auch in dieser Saison das Ziel sein, da erneut viele Leistungsträger der letzten Jahre ihre Handballschuhe an den sprichwörtlichen Nagel hängten. Der 29:27-Auswärtscoup am ersten Spieltag deutet jedoch an, dass der eingeschlagene taktische Weg passt. Nur bis zur 18. Minute konnten die Anzinger Löwen den Ton angeben, ehe die Begegnung kippte. Zur Halbzeit stand es 15:13 für die Gäste. In der 51. Minute war die Mannschaft um den siebenfachen Torschützen Nedim Jasarevic bereits auf 27:20 enteilt – erste Löwenfelle schwammen schon auf der Isar. Doch Regionalligahandball verzeiht keine Nachlässigkeiten und Anzinger Handballer können kämpfen: Ganze fünf Minuten später war der schöne Vorsprung beim 27:25 durch Kreshnik Krasniqi auf zwei Törchen geschmolzen.

Laut brüllten die Löwen urplötzlich wieder und der ganze Käfig tobte, als Florim Hoxha in der 59. Minute den 28:27-Anschlusstreffer für das Heimteam erzielte. Doch die Routiniers der Gäste blieben cool und hielten dem Druck stand: Dennis Orf erlöste seine Farben 37 Sekunden vor dem Abpfiff mit dem Treffer zum 29:27-Endstand. Die weite Rückfahrt ins malerische Rothenburg dürfte dementsprechend fröhlich gewesen sein.

​Ähnlich gut war die Stimmung in der Rebayhalle am vergangenen Samstag gegen 21.00 Uhr, als sich die VfL-Spieler von ihren Fans feiern ließen. Etliche individuelle Topleistungen, gestützt durch ein starkes Team, waren für diesen Coup notwendig. Beide Mannschaften werden also mit stolz geschwellter Brust aufeinandertreffen. Da gilt es sich dauerhaft entschlossen durchzusetzen – auf diese Auseinandersetzung freuen sich die Günzburger Handballer.

​Personell sind die Voraussetzungen gut: Bei den Weinroten sind alle Spieler topfit und voller Handballtatendrang.

​Wie immer bietet der VfL Günzburg eine Mitfahrgelegenheit im Mannschaftsbus an. Eine Fahrt nach Rothenburg mit seinem mittelalterlichen Stadtkern lohnt sich immer: Die Halle mit dem herrlich roten Boden liegt direkt an der Stadtmauer. Nach der Ankunft bleibt genügend Zeit, um durch die wunderschöne Altstadt zu bummeln oder deftig fränkisch zu speisen. Anmeldungen nimmt wie gewohnt Bus-Manager Dieter Pohl entgegen ([email protected]).

​Hier geht es zur Homepage des TSV 2000 Rothenburg: www.haro2000.de