Herren – Regionalliga
Am Samstag um 19.30 Uhr empfangen die VfL-Handballer den Vizemeister der Vorsaison HaSpo Bayreuth. Die Begegnungen beider Vereine gehören zu den Klassikern der Liga. In der vergangenen Saison gelangen den Schwaben zwei hart umkämpfte Siege: im Hinspiel ein 29:26 und in Bayreuths Wohnzimmer, wie die Franken ihren kleinen, aber dennoch beindruckenden Hexenkessel nennen, mitten in einer VfL-Krise ein knappes 26:24. „Auch diesmal wird es auf die Tagesform ankommen. Da spielen Erkältungsviren, Vorbelastungen und vieles mehr eine Rolle“, so Cheftrainer Hofmeister.
Wie fast immer ist das Duell der ewigen Konkurrenten ein Spitzenspiel. Beide Mannschaften haben in der noch jungen Saison noch gar kein Spiel verloren. Die Schützlinge von Trainer Mathias Bracher, der die Günzburger Sporthalle noch als aktiver Bundesligaspieler kennt, gewannen bislang gegen den HBC Nürnberg (33:26), den TSV Ottobeuren (31:28) und den Anzinger SV (37:22). Dabei hatten sie das Glück dreier Heimspiele; beim VfL treten sie erstmals in der Fremde an. Ein Nachteil dürfte das für die erfahrene Mannschaft nicht sein, denn alle Regionalligamannschaften spielen wegen der tollen Atmosphäre und des ungewöhnlich hohen Zuschauerzuspruchs gerne in Günzburg. „Wir auch“, so Spielmacher Nicolai Jensen.
Im letzten Spiel überfuhren die Wagnerstädter den Anzinger SV, der mit der Empfehlung eines überragenden Derbysieges gegen den TSV München-Allach in den bayerischen Norden angereist war. Bereits beim 7:1-Blitzstart war das Löwengebrüll weitestgehend verstummt, doch der Jagdeifer der Bayreuther blieb ungebremst. Nach einem 11:3-Zwischenstand wurden die Seiten bei einem uneinholbaren 20:8 gewechselt. Erst danach wurde es in der lauten Halle sportlich ein wenig ruhiger. Das 37:22-Endergebnis beschreibt den Unterschied zwischen einer Spitzenmannschaft und einem kämpferischen Nichtabstiegskandidaten. Beste Torschützen waren die Rückraum-Shooter Nico Brückner (8) und Benedikt Fröhlich (7).
Prunkstück des Bayreuther Spiels ist die unangenehmste Abwehr der Liga mit ihrem hünenhaften, vorgezogenen Spieler Sven Göritz. Den Günzburgern fielen in der Vergangenheit allerdings mehr Lösungen ein als den meisten anderen Regionalligisten.
Beim VfL Günzburg ist man mit dem bisherigen Saisonverlauf mehr als zufrieden, immerhin fielen bislang aus dem aktuellen Kader mit Beni Telalovic einer der besten VfL-Verteidiger und mit Manuel Scholz DER Routinier aus. Viele junge VfL-Spieler haben in der Vorbereitung wie jedes Jahr große Fortschritte gemacht. „Unsere gute Jugendarbeit rettet uns vor Leistungsabfall“, stellt Abteilungsleiter Martin Frey zufrieden fest.
Die Einheimischen haben sich für Samstag einen weiteren Heimsieg fest vorgenommen. Da die Gäste mit einer komplett anderen Zielsetzung an die Donau reisen, dürfen sich die Fans auf ein ordentliches Handballgefecht freuen. Die Spieler hoffen auf eine rappelvolle Nordtribüne und lautstarke Unterstützung. „Zusammen schaffen wir das“, so die Kreisläufermaschine Daniel Jäger vorfreudig.
Hier geht es zur Homepage von HaSpo Bayreuth:
www.haspo-bayreuth.de/index.php



