Herren – Regionalliga
Nach einer mitreißenden Begegnung, die bis zum Schluss auf des Messers Schneide stand, unterlag das letzte Günzburger Aufgebot der TG Landshut mit 32:33 (17:19). Das 1:0 erzielte ein erneut bestens aufgelegter Daniel Jäger. Die Niederbayern setzen wie gewohnt gleich in der Anfangsphase Zeichen in Sachen Härte, was ihnen immerhin zwei frühe Zeitstrafe einbrachte. Auf dem Spielfeld wog das Geschehen zunächst offen hin und her. Ein sehr dynamische Robin Lorenz traf beim 3:2 zur vorerst letzten VfL-Führung. Ab dem 4:4 wurde zäh um erste Vorteile gerungen. Beide Abwehrreihen standen mit starken Torwarten im Mittelpunkt des Geschehens. Im Angriff brillierten die Gäste mit einer ganzen Reihe von überdurchschnittlichen Einzelkönnern, während die Schwaben auf ihr über Jahre eingespieltes System bauten. Nach dem 11:12 durch Robin Lorenz, schien die TG früh ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Je zweimal traf deren Bayreuther Achse durch Tobias Gersch und Paul Saborowski.
Das 11:16 warf den VfL aber nicht um, sondern entfesselte neue Kräfte. Patrick Bieber, der nach Spiel zum „man of the match“ erkoren wurde, hielt ein paar Unhaltbare. Die weinrote Gegenstoßmaschine lief dadurch an. Beim 17:18 durch Daniel Jäger war der Anschluss komplett wieder hergestellt. Anteil daran hatte erneut auch der mutige A-Jugendliche Tobias Hilberer, der in dieser wichtigen Phase zweimal einnetzte. Gewechselt wurde vor 450 Zuschauern beim Spielstand von 17:19. Die ersten 30 Minuten hatten Spaß und Lust auf ein „Weiter-So“ gemacht.
Beider Angriffs- und Abwehrreihen leisteten Schwerstarbeit. Nicolai Jensen erwischte als Kopf des Angriffsspiel und sechsfacher Torschütze erneut einen Sahnetag. Zäh rangen die Günzburger. Beim 26:26 in der 48. Minute wurde der Lohn durch den ersten Ausgleich seit langem auch auf der Anzeigentafel sichtbar. Manuel Scholz hatte in unnachahmlicher Art getroffen. Handballexperten und ein zufällig anwesender Physiker diskutierten noch stundenlang nach dem Spiel, ob es sich dabei noch um einen Wurf im eigentlichen Sinne handelte oder dem Ball bei all dem Effet schlicht schwindlig geworden war – so wand sich das runde Leder. Selbst der ausgezeichnete Landshuter Torwart schien kurz ratlos. Leider dauerte diese Phase nicht allzu lange an. Michael Jahn setzte ich der Abwehr mit wichtige Akzente und glänzte mit millimetergenauen Pässen an den Kreis bevor er verletzt ausschied.
Beim 28:27 gelang dem siebenfachen Torschützen David Pfetsch endlich wieder die Führung. Landshut streckte sich und legte wieder vor, ihr Keeper nahm nun etliche „Freie“. Auf jede Ein-Tore-Führung folgte der Ausgleich. Zuletzt beim 32:32 durch Nicolai Jensen bei 59:31. Ein Unentschieden schien greifbar. Doch Handball ist meist Krimi, Happy-Ends sind selten. Daniel Scheibengraber traf zum 32:33. Die rechte Landshuter Angriffsseite machte insgesamt den Unterschied – Daniel Scheibengraber traf zehnmal, Paul Saborowski siebenmal. Mit Linkshändern im Rückraum ist manches deutlich einfacher. „Dennoch und gerade deswegen ein ganz starkes VfL-Spiel“, so Trainer Sandro Jooß.
In der Liga blickt nun alles auf das kommende Wochenende, wenn der Tabellenerste SG Regensburg beim Tabellenzweiten HaSpo Bayreuth einfällt . Im Nichtabstiegskampf musste der TSV Haunstetten einen Rückschlag einstecken. Völlig chancenlos verloren die Augsburger gegen die Regensburger Adler mit 42:21. Dennoch haben sie drei Spieltage vor Saisonende noch Chancen auf den Klassenerhalt. HBC Nürnberg blieb mit zwei Pluspunkten mehr nämlich in Reichweite. Dort tritt der VfL am kommenden Sonntag an.
Hier geht es zum Spielbericht:
https://bhv-handball.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaHBDE.woa/wa/groupMeetingReport?meeting=8042570&championship=BHV+2025%2F26&group=437864


