Deutsche Meisterschaft

Bericht vom 1. Mai 2017

Die Vorzeichen für das zweite Auswärtsspiel um die deutsche Meisterschaft der weiblichen B-Jugend bei der wJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt standen alles andere als optimal. Die Fußverletzung von Sina Schütte am Ende der Partie in Baden stellte sich bei einer MRT-Untersuchung als Außenbandriss heraus, so dass sie leider die nächsten Wochen ausfallen wird. Dazu meldete sich Lea Bosch am Tag vorher mit einem Magen-Darm-Infekt ab. Es machten sich also 2 Torhüter und 7 Feldspieler auf die Fahrt zum Hessenmeister.

Doch die VfL-Mädels wollten zeigen, dass die hohe Niederlage in der Vorwoche ein Ausrutscher war und auch mit den Spitzenteams Deutschlands in dieser Altersklasse mitgehalten werden kann. Keine einfache Aufgabe, konnte doch die wJSG ihr Spiel in Baden-Baden mit 28:23 gewinnen und bereits an diesem Wochenende den Einzug ins Final Four klarmachen.

Nach einer viereinhalbstündigen Anfahrt mit dem Reisebus mit vielen kleinen Staus kam der VfL-Tross gerade noch rechtzeitig in Hessen an und wurde sehr herzlich empfangen. Erneut ging es gegen einen körperlich überlegenen Gegner mit einer robusten 6:0 Deckung, welcher nach dem ersten Treffer auch gleich einen Tempogegenstoß nachlegte. Doch diesmal ließen sich die bayrischen Meister nicht überrennen, sondern konnten ihrerseits sogar mit 5:4 in Führung gehen. Vor allem Alena Harder und Lena Götz fanden immer wieder Lücken im Abwehrverbund und auch in der Abwehr wurde beherzter zur Sache gegangen. Nach einem 10:9 Rückstand musste man aber dann die Gastgeber bis zum 16:11 Halbzeitstand ein wenig davonziehen lassen.

Die Coaches waren mit der Einstellung und der gezeigten Leistung in Hälfte eins sehr zufrieden und appelierten an das Team dran zu bleiben. Dies gelang auch weitere zehn Minuten, beim 19:16 befanden sich die Günzburger immer noch in Reichweite. Bei nur einer Auswechselspielerin ging dann langsam der Saft aus, hinzu kam eine Unterzahlsituation und der Hessenmeister konnte sich auf 24:17 absetzen. Mit 27:21 wurden die Bayern vom Nachbarbundesland besiegt, konnten aber mit erhobenen Hauptes die Heimreise antreten.

Nachdem der Gastgeber dann am Sonntag auch erneut gegen die SG Kappelwindeck/Steinbach siegte, sicherten sie sich das Ticket fürs Halbfinale – hierzu gratuliert der VfL recht herzlich und freut sich, beide Teams am 13./14.Mai in der Rebayhalle zu den abschließenden Heimspielen begrüßen zu dürfen. Ein Handballevent im weiblichen Jugendbereich, welches sich die Region nicht entgehen lassen sollte.

Für den VfL in Hessen:
Selina Schlund und Lena Rendel im Tor, Nina Porkert (3), Celine Hahn, Lena Götz (10/2), Alena Harder (6), Antonia Leis, Katharina Hammerer und Hannah Sperandio (2)