Vor 300 gut gelaunten Zuschauern war ein dünn besetzter VfL Günzburg bis zum Schluss am Tabellenzweiten, der Spielgemeinschaft aus Pforzheim und Eutingen dran. Ganz am Ende standen die Weinroten allerdings wie so oft in dieser Saison mit komplett leeren Händen und einem bitteren 27:31 (12:15) in ihrer Rebayhalle.

Den ersten Treffer erzielte Tim Faeser für die Gäste. Der VfL Günzburg spielte sehr schnell. Der Gast wirkte zu Beginn wie so oft ein wenig müder, weil wichtige Spieler am Vortag in Aktivenmannschaften ran mussten. Die Begegnung war ausgeglichen, was sich auch in den Ergebnissen widerspiegelte. Sieben Mal stand es unentschieden, zuletzt konnten die Spieler um Physio Hans-Peter Beer zum 8:8 durch Louis Dück und zum 9:9 durch David Pfetsch ausgleichen. Felix Reisinger und Nick Kusch erzielten für die Nordbadener hintereinander zwei Tore und Frieder Bandlow erhielt eine Zeitstrafe. Es war die Phase, in der sich die SG öfters mit zwei, drei Toren absetzen konnte. Ein Leistungsunterschied war nie zu erkennen. Alexander Jahn organisierte das Spiel prächtig und war wesentlich dafür verantwortlich, dass die Günzburger wirklich von jeder Position torgefährlich waren. Beim 11:12 wäre der Ausgleich möglich gewesen, doch die cleveren Pforzheimer, für die es um den wichtigen zweiten Platz ging, hielten erfolgreich gegen, gingen erst mit zwei Treffern in Führung und erzielten mit dem Halbzeitpfiff eine 12:15-Führung.

Es ging auf Augenhöhe weiter, nur begann die Mannschaft um Abwehrchef Louis Dück eben nicht mehr bei 0:0, sondern mit einem Drei- Tore-Rückstand. Bei Ausgeglichenheit kein kleiner Unterschied. In der Abwehr hatte der VfL oft Pech. Die Pforzheimer erzielten etliche Treffer am Rande der Zeitspieltoleranz. Die ausgezeichneten Schiedsrichter warnten viel vor passivem Spiel, gepfiffen haben sie es nie. Viele Abpraller wurden verpasst. Abgefälschte Bälle gelangten wieder in die “falschen Hände” zum freien Wurf. Trotz vollem Einsatz vergrößerte sich der Abstand auf vier, fünf Tore. Doch die Günzburger kämpften. Immer wieder erzielte Tim Hafner, der stärkste VfL-Spieler an diesem Tag, sehenswerte Rückraumtreffer und hielt seine Farben im Spielt. Beim 21:22, 22:23 und 25:26 jeweils durch Frieder Bandlow, waren die VfL-Talente wieder dran. In der aufopferungsvollen Defensive fehlte gegen einen ausgepufften und stets mutigen Gegner weiter das notwendige Quäntchen Glück. Die Aufholjagd hatte Kraft gekostet. Der Tabellenzweite zog wieder auf zwei, drei Tore davon. Die Zeit rann, damit kam ein zusätzlicher Stressfaktor dazu, der zu Entscheidungsdruck führt. Bei 56.07 gelang Jonathan Stegmann mit einem sehenswerten Treffer das 27:29. Der nächste Ball wurde erobert, fand leider aber nicht das Ziel. Mosca Giuliano erzielte eine Minute später das 27:30. Das konnte nicht mehr aufgeholt werden, Trainer Alexander Lipps hatte auch noch eine Auszeit, die er im richtigen Moment nahm. Es war den cleveren Gästen vorbehalten die Torbilanz auf 27:31 zu vervollständigen.

Mit der Leistung war Trainer Hoffmeister dennoch hoch zufrieden.

zur Statistik:

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