Am Sonntag fand in der Günzburger Rebayhalle ein JBLH-Turnier statt. Sechs Mannschaften; auf zwei Gruppen aufgeteilt, aus Bayern und Baden-Württemberg waren dem Ruf von Manager Siggi Walburger in den schwäbischen Barockwinkel gefolgt.

In der Gruppe A standen sich die SG Pforzheim/Eutingen, die HSG Konstanz und der VfL Günzburg gegenüber. In der Gruppe B: Die TVG Junioren Akademie, Frisch-Auf Göppingen und der TSV Allach.

Das Spiel eröffnete der Erstliga-Nachwuchs aus Göppingen gegen den JBLH-Neuling TSV Allach. Obwohl Frisch-Auf Trainer Gerd Römer vor dem Spiel noch ein wenig skeptisch war, weil seine Schützlinge seit langem in der Wettkampfpause waren, während die Oberbayern wegen der Quali praktisch im Dauerspielbetrieb standen. Doch Frisch-Auf wurde seiner Favoritenrolle am Ende lässig gerecht und gewann17:12. Auch im zweiten Gruppenspiel setzte sich Göppingen durch und besiegte die TVG Junioren Akademie deutlich mit 18:10. Die Großwallstädter mussten leider sehr ersatzgeschwächt antreten, da im nahen Hessen die Sommerferien schon begonnen hatten. Super, dass der TVG trotzdem die weite Reise antrat und nicht den billigen und viel kürzeren Weg einer Absage ging. Damit stand Frisch-Auf als Finalist fest. Im Spiel TV Großwallstadt gegen TSV Allach ging es um die Platzierungsspiele. Hier gewann der TSV mit 24:17 und durfte damit später um Platz 3 spielen.

In der anderen Gruppe startete der VfL Günzburg mit einer 18:20-Niederlage gegen die SG Pforzheim -Eutingen. Die Abwehr stand nicht immer wie gewünscht und auch im Angriff lief es noch nicht rund. Gerade für die “Neuen” Max Reiner, Tino Pinkl, Kilian Grimm, Moritz Fieger und Leon Guckler war es wichtig die Trainingsinhalte unter Wettkampfbedingungen anzuwenden. Persönlich sind alle gut integriert und “trauen” sich auf dem Spielfeld auch was zu.

Sehr hitzig ging es im Duell der Badener zwischen der HSG Konstanz und der SG Pforzheim zu. Lange führten die Jungs vom Bodensee, doch am Ende prangte ein nüchternes 18:18 von der Anzeigentafel. Trockene, nackte Zahlen für solch ein Handball-Gefecht. Über die endgültigen Gruppenplatzierungen musste nun die Begegnung zwischen dem VfL und den Südbadenern aus Konstanz Aufschluss geben. Adam Czako lieferte wie schon beim Turnier in Großwallstadt eine starke Leistung ab und so wog das Geschehen erst einmal ausgeglichen hin und her. In der zweiten Halbzeit setzte besonders Alexander Jahn nach langer Wettkampfpause wichtige Akzente. Mit seiner Spielübersicht gelangen ihm selbst oder nach herrlichen Anspielen an Sebastian Grabher dem Kreisläufer etliche einfache Tore ohne großen Krafteinsatz. Das machte den Unterschied, es sparte “Körner” und am Ende obsiegten die Gastgeber mit 25:22. Pforzheim war damit im Endspiel, Günzburg spielte um “Bronze” und Konstanz blieb das Spiel um Platz Fünf.

Mit einem Kraftakt konnte Großwallstadt nach verpasstem Spielstart und aufopferungsvollem Kampf das Spiel um Platz 5 gewinnen. Im südbayrischen Duell um den dritten Platz zwischen dem VfL Günzburg und dem TSV Allach unterlagen die Weinroten deutlich mit 16:23. In der Abwehr erfüllten nur noch Frieder Bandlow und Lukas Bär ihre Aufgaben wirkungsvoll, außerdem wechselte Trainer Hofmeister sehr viel. Das ist gut für die Spielanteile der einzelnen, führt aber zu noch nicht gut eingespielten Strukturen. Auch solche Rückschläge für den Moment gehören zur Entwicklung einer “Vorbereitung”, die nicht umsonst diesen Namen trägt.

Wenn der VfL vollzählig antreten kann, diesmal fehlten die Bayernauswahlspieler Louis Dück und Marius Waldmann, wird man auch in der Saison 2019/20 eine gute Rolle in der Jugend-Bundesliga spielen.

Das beste Spiel des Tages lieferten sich im Endspiel die Spieler aus Pforzheim und Göppingen. Beide unterstrichen damit ihre Anwartschaft auf einen Spitzenplatz in der kommenden Spielzeit. Frisch-Auf gewann in einer fetzigen, Tempo-geladenen Begegnung mit 20:17. Ganz stark bei den Grün-Weißen Tim Kaulitz aus Ottobeuren, der in der B-Jugend beim VfL spielte und immer noch ein sehr guter Günzburger Handballfreund ist.

Manager Siggi Walburger war mit dem organisatorischen Ablauf sehr zufrieden. Eltern und Spieler hatten ein betastbares Event auf die Beine gestellt. Dank gilt den drei württembergischen Schiedsrichtergespannen; die es naturgemäß nicht allen recht machten, aber einen wesentlichen Beitrag zu einer gelungenen Veranstaltung lieferten. Schiedsrichter-Orgnisator Mathias Mensinger hatte hier gute Arbeit geleistet. Zum “BTT” (Beliebtester Turnier-Teilnehmer) wurde Hans-Peter Beer gewählt, der nicht nur das VfL-Team, sondern alle Mannschaften physiotherapeutisch versorgte und gerade von den Gästen gerechte Anerkennung für seinen unermüdlichen Einsatz erhielt. Viele Spielereltern waren mit nach Günzburg gereist, so dass auch die Atmosphäre in der Halle passte. Gestützt wurde die gute Stimmung in der Halle vom VfL-Catering. Vieles war am Ende ausverkauft. Am schlauesten waren die Pforzheim: Sie bauten vor und reservierten für die mitgereisten Eltern eine Kiste “Zielwasser”, das VfL Bier. Glücklich konnten sie heimfahren, während der Rest auf dem Trockenen vor dem Schild “Ausverkauft” saß. Auch daran erkennt man ein auswärtserfahrenes Spitzenteam :)..