Männer – Bezirkliga

MÄNNER II MIT KANTERSIEG

Kein Zweifel: Trainer Tobias Hartmann hat das jahrelange Problemkind “Männerreserve” in den Griff bekommen. Da ist eine starke Mischung am Start: Zwei Neuzugänge, langjährige Reservespieler, Durchmarschhelden von der BOL in die Bayernliga und aktuelle JBLH-Spieler. Gegen die Zweite des TSV Gersthofen gelang dann auch ein Kantersieg mit 31:16 (14:8). In der ersten Halbzeit wurde noch zu viel verworfen, im zweiten Durchgang war das Visier dann besser eingestellt und der VfL-Express kam ins Rollen. Besonders Leon Guckler und Jan Schüller genossen ihre langen Einsatzzeiten und nur so können sie sich durch zusätzliche Spielpraxis weiter entwickeln.
Dass auch die Stimmung passt, zeigte sich schon bei der Größe des Kaders. Die Bank war trotz des gleichzeitig stattfindenden Einsteinmarathons – alle Spieler verzichteten diesmal auf eine Teilnahme – rappelvoll. Selbst Alexander Jahn, der von den Strapazen des Samstags sichtlich gezeichnet war, stellte sich in den Dienst der Mannschaft und war zusammen mit Axel Leix und Christian Geiger der Letzte, der die Kabine verließ – einfach vorbildlich.
Reserve-Fan Stephan Hofmeister ist sich sicher, dass aktuell aus dem Sorgenkind eine starke Einheit und irgendwann auch ein echter Unterbau für das Bayernligateam heranwächst.

Damen – Bezirksoberliga

Wenn Dornröschen Handball spielt

Am vergangen Sonntag starteten die Handballerinnen der Damen 2 in die neue Saison.
Anpfiff war um 16:20 Uhr in der Augsburger TSG Halle.
Trainer, Spieler, Schiedsrichter und Zuschauer fanden sich alle pünktlich zu Spielbeginn an der Wettkampfstätte ein. Allerdings waren die Spielerinnen des VfL nur körperlich anwesend. Denn von der, durch Trainer Philipp Rembold, vor dem Spiel eingeforderten Konzentration war nichts zu erkennen. Fahrig und teilweise orientierungslos stand man in der Abwehr und öffnete den Gegnerinnen große Lücken zum Torabschluss. Im Angriff wurden die einstudierten Spielzüge kaum umgesetzt. So lag man bereits in der 6ten Spielminute mit 5:1 zurück. Zwar gelang es den Günzburgerinnen bis zur 14ten Minute noch einmal sich auf einen Spielstand von 8:6 heran zu kämpfen aber dann brach alles was vom Spielaufbau noch übrig war in sich zusammen. Tor um Tor zogen die Gastgeberinnen davon. Letztlich endete eine, vom VfL, völlig verschlafene 1ste Halbzeit beim Stand von 17:7.
In der Halbzeitpause fand Rembold klare Worte und versuchte so die Spielerinnen wach zu rütteln. Auch die Mannschaft selbst war vom eigenen Auftreten mehr als enttäuscht. Hatte man doch in den Vorbereitungsspielen – unter anderem in Vöhringen – gezeigt zu welcher Leistung die Mannschaft fähig ist.
Aber wer die Damenmannschaft kennt, der weiß auch dass aufgeben nicht zu den Spielerinnen passt. Trotz des Spielstands kehrte man mit gehobenem Kopf auf das Spielfeld zurück und war nicht bereit die Punkte weiter kampflos aus der Hand zu geben. In der Abwehr stand man nun deutlich kompakter und zeigte den Gegnerinnen ein um das andere mal Grenzen auf. Zwar hielten die Augsburgerinnen die Gäste beim Ergebnis weiter auf Distanz aber nachlassen durften sie nicht. Denn auch im Angriff fassten unsere Damen neuen Mut und überwanden die Torhüterin nun öfter. Wer auf das Wunder von Augsburg gehofft hatte wurde zwar enttäuscht aber letztlich gab man die zweite Hälfte der Begegnung nur mit 14:12 aus der Hand (Endstand 31:19) und konnte so zeigen, dass man durchaus in der Lage ist mit den Aufstiegskandidaten der Liga mit zu halten.
Zusammenfassung des Spiels: 30 Minuten Dornröschenschlaf, 30 Minuten auslöffeln was man sich selbst eingebrockt hat.