BAYERNLIGA-DAMEN: HSV Bergtheim – VFL GÜNZBURG

Am Samstag um 18.30 Uhr treten die VfL-Damen zum Spitzenspiel der Bayernliga im unterfränkischen Landkreis Würzburg an, wo sie auf den Tabellenvierten HSV Bergtheim treffen. Der Ort mit seinen knapp 4000 Einwohnern ist eine Damen-Handball-Hochburg mit insgesamt drei aktiven Frauenmannschaften.

Die mit Spannung erwartete Begegnung soll klären, wer von beiden Mannschaften aktuell die bessere ist. Der Langzeitvergleich von etwas mehr als einer Hinrunde lässt die Frage knapp ungeklärt, arg sind sich beide Teams jedoch auf die Pelle gerückt. Die Schwäbinnen haben 20:6 Punkte und sich 46 Plustore erworfen, die Fränkinnen bei gleicher Punktzahl 41. Da kann man zurecht mit einer knisternden Partie rechnen, wenn der Strauß um Platz 3 ausgefochten wird. Die Sache harrt der Klärung!

Im Hinspiel war es natürlich auch herrlich eng.Ronja Schwalbe, die weiland insgesamt neun Tore warf, erzielte bei 59:42 Minuten und Sekunden den 30:29-Anschlusstreffer, ehe Nina Porkert drei Sekunden vor dem Ende die VfL-Damen mit dem 31:29 erlöste. Es waren die ersten Bayernliga-Damen-Punkte der Neuzeit für den VfL. Sie wiesen einen erfolgreichen Weg. Das Drehbuch könnte wieder so ähnlich aussehen, nur weiß man halt nicht, wer das launische Quäntchen Glück auf seiner Seite hat und am Ende diesmal den Siegtreffer erzielt. Zur Spannung werden auch die völlig unterschiedlichen Vorstelltungen vom Ausgang der Partie wesentlich beitragen.

Die Fränkinnen haben eine gleich tolle Runde gespielt wie die Günzburgerinnen. Zu Hause sind sie noch ungeschlagen. Die Trauben im Winzergebiet schmecklich köstlich, sie hängen aber auch hoch. Nur mit einer außergewöhnlich guten Leistung wird man sie erlangen können. Immerhin nach der Weihnachtspause lief es noch nicht so gut für die Gastgeberinnen. Zuerst wurde bei einem der Meisterschaftsfavoriten HC Erlangen chancenlos mit 28:16 verloren. Das kann schon mal passieren wie man an der Günz weiß. Das 30:30 beim Tabellenvorletzten in Winkelhaid überraschte die Konkurrenz aber schon. Trainerin Michaela Lehnert monierte besonders eine sehr wankelmütige Defensive: Vielleicht kann das der VfL mit der zweitbesten Offensive der Liga nützen? Die Daumen sind bei den Günzburger Handballfans dafür gedrückt.

Das Training war gewohnt entspannt. Zwar fehlten einige Spielerinnen wegen kleinerer Blessuren oder den üblichen Winter-Krankheiten. Die Kees-Brüder hoffen dennoch auf einen vollen Kader. Die knappe Heimspielniederlage gegen die sehr starke Spielgemeinschaft aus Mintraching und Neutraubling ist übrigens kein Trauerfall. Es war ein fetziges Spitzenspiel mit offenem Schluss und als Aufsteiger kann man einfach nicht erwarten, jede Schlussphase erfolgreich für sich zu entscheiden. Die Klasse des Gegners, Schiedsrichter, Tagesform (…); das Spiel liegt nicht nur in der eigenen Wurfhand.

Zur Unterstützung der Mannschaft wird ein Fanbus eingesetzt. Er fährt am Samstag um 14.15 Uhr vor der Günzburger Sporthalle ab. Anmeldungen wie immer an Jürgen Kees (j[email protected]) oder Dieter Pohl ([email protected]).