Der Handball-Boom beim VfL Günzburg wird nun auch dadurch dokumentiert, dass es in der kommenden Saison nach sehr vielen Jahren wieder eine dritte Männermannschaft geben wird. Das Training soll eher gemütlich sein. “Es herrscht ein Waldlauf- und Medizinballverbot”, so Team-Sprecher Bambam Märkl. Vom Trainer würde viel Einfühlungsvermögen erwartet, außerdem gelte es gegen den gefährlichen Durst gewappnet zu sein. Regelmäßige Rückenschule soll auf der Trainingsagenda stehen.
Abteilungsleiter Armin Spengler begrüßt diese Entwicklung und erinnert daran, dass es in den 80er bis zu fünf Männermannschaften gab: Männer 1 bis Männer 4 und “USA Günzburg”. Am Kasernengelände war auch eine US-amerikanische Einheit stationiert. Viele der Soldaten schauten sich am freien Wochenende Bundesliga-Handball an. Irgendwann wurde dann die Idee geboren in der niedrigsten Klasse ein Team “USA Günzburg” zu melden. Regeltechnisch war das schwierig, die einen prellten wie im Basketball und die anderen prügelten wie im Football. Für die Schiedsrichter nicht einfach. Da es regelmäßig zu Ausschreitungen kam, wurde das Projekt von übereifrigen Kreis-Funktionären bald wieder still gelegt, auch um die deutsch-amerikanische Freundschaft nicht zu gefährden.
Soweit soll es diesmal nicht kommen.