,

Bayernliga freut sich auf Bundesliga

Es ist der Höhepunkt des Günzburger Sportsommers: Am 20. Juli kommen die Füchse. Für die Weinroten ist das eine Riesensache. Sie haben einige Vorbilder im Hauptstadt-Team.
(Von Jan Kubica)

Für die meisten Handballer im weinroten Trikot ist das atmosphärisch vielleicht größte Spiel ihrer Laufbahn, für die Handball-Fans in der Region auf jeden Fall der Höhepunkt des Sportsommers: Die Füchse kommen! Der zweimalige Klub-Weltmeister (2015 und 2016), Gewinner des EHF-Cups 2015, Deutscher Pokalsieger 2014 und Vierter der aktuell beendeten Bundesliga-Runde trifft in der Rebayhalle auf den gastgebenden Bayernligisten VfL Günzburg. Das Schauspiel steigt am Donnerstag, 20. Juli, ab 19 Uhr.

Zu Recht freut sich die ganze VfL-Handballfamilie über diesen Coup. „Einen spektakuläreren Gegner kann es für unsere Youngster nicht geben“, formulierte Abteilungsleiter Armin Spengler unlängst. Er hatte die Füchse von vornherein als „Wunschgegner“ für ein Freundschaftsspiel bezeichnet.
 

Günzburger Bayernliga-Handballer Raphael Groß (links) und Nicolai Jensen haben als A-Jugendliche für die Weinroten in der Bundesliga gespielt. Jetzt freuen sie sich auf das Duell mit einem Topteam aus der Männer-Beletage: Am 20. Juli gastieren die Füchse Berlin in der Rebayhalle.

Foto: Bernhard Weizenegger

Die Günzburger Spieler teilen diese Begeisterung. Nicolai Jensen etwa findet es einfach großartig, „mal gegen Handballer anzutreten, die wir sonst nur im Fernsehen sehen.“ Ganz besonders freut sich der Rückraumspieler des VfL auf das Treffen mit Petar Nenadic. „Er war in den vergangenen beiden Jahren einer der besten Spieler und Torjäger der Bundesliga. Außerdem spielt er die gleiche Position wie ich“, sagt Jensen. Ohne das Wort „Vorbild“ zu verwenden, betont er Ähnlichkeiten in der Herangehensweise ans Spiel. „Nenadic ist kein reiner Krafthandballer, macht mehr mit Auge und Technik.“

Eine feste Größe im Rückraum

Wie Jensen eine feste Größe im Rückraum der Günzburger ist Raphael Groß. Für ihn liegt die besondere Spannung im Aufeinandertreffen mit den Füchsen im Lernpotenzial-. „In solchen Spielen kann man nichts falsch machen und sehen, wie stark die Leistung solcher Spieler tatsächlich ist – und wie weit man mit seiner eigenen Leistung davon entfernt ist.“ Ein Wunsch wird sich für Groß allerdings nicht erfüllen: Paul Drux, Rückraum-links-Spieler und eine der größten Hoffnungen für die Zukunft des deutschen Handballs, kann in der Rebayhalle nicht dabei sein. Der 22-Jährige zog sich einen Meniskus-Riss im rechten Knie zu und wurde erst Mitte Juni operiert.

Zum Besuch aus Berlin haben sich auch einige Handball-Prominente angekündigt. Zu ihnen zählen zum Beispiel der frühere VfL-Torwart Chrischa Hannawald und die Günzburger Legende Karl-Heinz „Charly“ Schulz, der nach seiner Zeit an der Donau sogar für die damaligen Reinickendorfer Füchse spielte.

Einen Tag nach dem Gastspiel in Günzburg tritt der Hauptstadt-Verein beim Esslinger Marktplatz-Turnier an. Gegner in der Goldäckerhalle Echterdingen ist an diesem Freitagabend (Anspiel: 20.15 Uhr) Erstliga-Konkurrent und Lokalmatador TVB Stuttgart.

Aus diesem Grund fahren die Berliner direkt nach der Partie in der Rebayhalle weiter. Autogrammsammler und Selfiejäger werden dennoch zu ihrem Recht kommen: Die Profis nehmen sich vor der Begegnung, zwischen 17.30 und 18 Uhr, ausreichend Zeit für den direkten Fankontakt.

Vorverkauf: Eintrittskarten zum Preis von elf Euro gibt es bei Schmuck&Style, Marktplatz 32, sowie bei Körpermitte Physiotherapie, Sedanstr. 10, jeweils in Günzburg. Im Internet können Tickets unter www.handball-guenzburg.de/service/kontakt reserviert werden.