Am Samstag um 20.00 Uhr treten die VfL-Handballer zu ihrem letzten Spiel im Jahr 2018 bei HT München an. Das klingt ein wenig fremd oder wenigstens nach einem Aufsteiger. Ist es aber nicht. Dahinter steckt eine Spielgemeinschaft im Hachinger Tal, zu der sich inoffiziell schon in der letzten Saison die DJK Taufkirchen und der TSV Unterhaching zusammengeschlossen haben, zwei Schwergewichte im Münchner Handball. Groß ist die Sehnsucht in Südbayern nach Spitzenhandball – kein Zweitligist, kein Erstligist, nur TuS Fürstenfeldbruck in der Dritten Liga, Uli Hoeneß findet Basketball noch toller. Da bietet es sich an die Kräfte in München zu bündeln um die Bayernliga zu stemmen und vielleicht irgendwann einmal Richtung Dritte Liga zu schielen. Groß sind im Münchner Raum die Hoffnungen, dass die Heim-WM im Januar mit dem überraschenden Standort München, neue Handballbegeisterung bei den Sponsoren entfacht.

Aktuell sind Bundesligaträume in der Fußballstadt München, in der es früher mit dem MTSV Schwabing und dem TSV Milbertshofen zwei Handball-Erstligisten gab Erinnerungen und keine Zukunftsmusik. Hart ist die Handballrealität in der südbayrischen Handball-Diaspora und auch die HT muss trotz berechtigter Zusammenschluss-Euphorie arg kämpfen um nicht in den Abstiegssog zu geraten. In der Dritten Liga Ost tut sich Coburg II mal wieder arg schwer und auch der Überraschungsaufsteiger Erlangen/Bruck könnte nach Bayern heimkehren müssen. Wenn dann der Bayernliga-Erste die Aufstiegsrelegation nicht schafft, dann könnten fünf Teams in die ungeliebte Landesliga absteigen. Da müssen eifrig Punkte gesammelt werden, bevor der Winter doch noch hart wird.

Immerhin am vergangenen Wochenende gelang den Münchnern um ihren engagierten Trainer Christian Sorger ein wichtiges 22:24 bei den Haunstettener Defensivkünstlern. Besonders der Angriffsmotor stottert noch ein wenig. Kein Wunder mit Johannes Borschel, den man zurecht “Danger” nennt, fehlt nicht nur einer der besten Kreisläufer Bayerns, sondern auch eine echte Integrationsfigur. Toll was der Jugend- und Bayernauswahltrainer alles für den Münchner Handball tut. Insider behaupten, er sei noch öfter in der Sporthalle als Stephan Hofmeister. Verstärkt hatten sich Hachinger und Taufkirchner vor der Runde spektakulär. Richard Wöss kam. 76 Länderspiele für Österreich kann der Rechtsaußen vorweisen. In der HBL spielte er für Tusem Essen, den Bergischen HC und TuS Nettelstedt Auch er dürfte festgestellt haben, dass die Luft in der Bayrischen Eliteliga rau ist.

So werden sich die Handballfans in der “Hachinga Halle” mal wieder auf ein Kampfspiel einstellen müssen, die offensiven Abwehrreihen werden das Spielgeschehen dominieren. Der Spagat zwischen taktischer Disziplin und mutigen Entscheidungen muss im Angriff gefunden werden.

Die MRT-Untersuchung bei Dennis Mendle ergab “nur” eine Kapselriss in der Schulter. Mehrere Wochen Pause bedeutet auch die “gute Nachricht”: Ob ein A-Jugendtorwart oder vielleicht doch Patrick Rösch als zweiter Torwart die Reise auf der A 8 antritt entscheidet sich kurzfristig.

Für die Fans besteht wie immer eine Mitfahrgelegenheit im Fanbus. Anmeldungen bitte bei Iris Groß oder Dieter Pohl. Abfahrt wäre am Samstag um 16.45 Uhr vor der Günzburger Sporthalle in der Rebaystraße.