Bahnt sich eine kleine Sensation an?

Zur ungewohnten Zeit, am Sonntag um 12.30 Uhr empfangen die Günzburger JBLH-Handballer die HSG Konstanz. Dabei geht es um nicht weniger als den Klassenerhalt in der Bundesliga, für einen Viertligisten wäre das eine Sensation und ein nie erhoffte Station auf dem erfolgreichen Günzburger Handballweg.

Die Ausgangsposition verspricht angesichts der guten Form der Jooß-Schützlinge Machbarkeit. Sechster, dieser Platz genügt um die Liga zu halten, ist aktuell die JSG Echaz-Erms mit 11:13-Punkten. Auf Platz sieben lauert der Sonntagsgast aus Konstanz mit 10:14 Punkten. Genau das gleiche Verhältnis aus Siegen und Niederlagen weist der VfL einen Platz dahinter auf. Neunter ist TuS Schutterwald mit 8:18 Punkten. Die Jungs der Jugendspielgemeinschaft um die Flüßchen Echaz und Erms scheinen ein wenig zu schwächeln. In Günzburg hatten sie gar keine Chance und unlängst verloren sie zu Hause 24:31 gegen TuS Schutterwald. Dann hat der VfL einen weiteren Trumpf in der Hand. Es kommen drei Heimspiele hintereinander: Jetzt eben die Konstanzer, eine Woche drauf der nächste direkte Konkurrenz Schutterwald, bevor das Spitzenteam aus Bittenfeld seine Visitenkarte an der Donau abgibt. Dazu kommt, die Günzburger Jungs sind heimstark, verdammt heimstark. Nur eine einzige Niederlage musste bislang an der Rebayhalle quittiert werden. Und zwar gegen das Überteam voller “Junglöwen” und gerade da spielte der VfL 20 Minuten phänomenal. “Wenn nicht jetzt, wann dann” würden die “Höhner” zu recht singen.

Schade, dass das wichtigste Punktspiel einer Günzburger A-Jugend außerhalb der Quali-Qualen ausgerechnet an einem Sonntag um 12.30 Uhr stattfinden muss. Der Hallenfußball lässt keine andere Wahl. Die Mannschaft hofft dennoch auf zahlreiche Unterstützung von der Tribüne. Nur mit der Unterstützung des Publikums lässt sich der neue Traum verwirklichen.

Mit den Südbadenern kommt ein ganz starker Gegner über den Bodensee angereist. Der Drittliga-Nachwuchs gehört zum Inventar der Liga. Überragend das Tempospiel. Viele Verletzungen warfen die Konstanzer im Herbst ein wenig zurück. Am Sonntag sollen sie vollzählig sein. Im Hinspiel setzte es für den VfL eine 24:32-Niederlage. Wegen Schulveranstaltungen konnten damals Frieder Bandlow und Jonathan Stegmann nicht mitwirken. Leider ließ die HSG wegen einer Verlegung gar nicht mit sich reden. Sollten sie einmal in eine ähnliche Situation geraten, signalisieren die VfL-Verantwortlchen weiterhin sportliches Entgegenkommen. Der Gegner ist vor allem auch Handballfreund.

Die Günzburger können voraussichtlich vollzählig antreten. Die lange Winterpause wurde intensiv genützt. Beim renommierten Sauerlandcup schied man zwar in der Zwischenrunde aus. Die Bilanz fünf Siege (u.a. gegen drei Bundesligisten) bei einer Niederlage stimmte dennoch zufrieden. Auch am letzten Wochenende wurde noch eifrig getestet: Bei einem Kurzturnier verlor man mit 20:24 gegen die SG Pforzheim, besiegte aber die JSG Balingen mit 23:22.

Alles ist schön angerichtet für einen weiteren Höhepunkt im Günzburger Jugendhandball.