Ausgerechnet im wichtigsten Punktspiel einer Günzburger A-Jugend seit Jahrzehnten, immerhin ging es um den Platz zum Klassenerhalt erlebte das JBLH-Team mit 250 Zuschauern einen Minusrekord. Doch wer will es dem Günzburger Handballfan verdenken?: Sonntagmittag um 12.30 Uhr isst der brave Schwabe zu Mittag. Der Hallenfußball, der zwei Monate lang eine Handballhalle übernommen hatte, ließ nichts anderes übrig als “Spitzenhandball zur Mittagszeit”.

Beiden Mannschaften merkte man an, dass es um arg viel für einen jungen Handballer ging. Gerade auf VfL-Seite fanden nicht alle Spieler zu ihrer Form. Den ersten Treffer erzielte Louis Dück. Insgesamt sechs Tore sollte der hünenhafte Kreisläufer erzielen. Oft wurde er gesucht und mutig angespielt, zwischendurch fand er seinen Meister aber auch immer wieder im besten Spieler auf dem Platz, dem Konstanzer Torwart, der sonst in vierten Männerliga zum Einsatz kommt.

Die ausgezeichneten Schiedsrichter Marvin Dannecker und Manuel Volz, die ein schwieriges Spiel zu leiten hatten, gaben Frieder Bandlow gleich in der zweiten Minute eine Zeitstrafen. Dies hatten sie wohl bei der WM gesehen, für den VfL gleich eine schwere Bürde. Denn von nun an ging es auch um die Frage, wie bekommt der VfL Günzburg seinen besten Spieler ohne Disqualifikation über die 60 Minuten. Immerhin, zumindest das sollte gelingen wie wir heute wissen..

Insgesamt 11 Mal stand es in der ersten Halbzeit unentschieden. Mit 17:16 ging es in die Halbzeit.

Konstanz hatte bereits im ersten Spielabschnitt seinen “taktischen Stiefel” gefunden, das VfL-Spiel wirkte zerrissen. Der Gegenstoßplan blieb Theorie, wenig Spielfluss kam auf. Arg wurde gekämpft, dann wieder das Tempo herausgenommen. Da der VfL aber einige individuelle Qualität zu bieten hatte, blieb alles offen. Wieder ging es von einem Remis zum anderen Das 22:22 durch einen starken Jonathan Stegmann war der sechste Ausgleich des zweiten Durchganges. Dann erneut eine Zeitstrafe gegen den VfL: Das und ein paar Fehlwürfe nützten die Südbadener zu einem ersten Drei-Tore-Vorsprung. Trainer Sandro Jooß nahm ein Time-Out, mit viel Einsatz fand die VfL-A-Jugend zurück in die Spur. Das Spiel kippte: Tim Hafner erzielte das 27:26.

Nun nahm Konstanz die Auszeit, arg wurde gerungen, auch auf den Bänken. Zweimal Felix Fehrenbach: 27:28. Einer der VfL-Besten, Lukas Bär, glich aus. Den Zuschauern wurde ein nervenaufreibender Gefecht um den Klassenerhalt geboten. Dann jäh und früher als erwartet: Die Vorentscheidung: Zwei Zeitstrafen gegen die Weinroten. Die HSG nützte dies zu einem Dreierpack. 28:31 in der 52. Minute. Bei der Unruhe im VfL-Spiel und weil der Konstanzer Torwart regelmäßig eingriff , eine schwere Hypothek. Trotz allem Kampf, einfacher und mehrfacher Manndeckung: Näher als zwei Tore sollten die Günzburger nicht mehr herankommen. Das 33:36 ist ein gerechtes Ergebnis.

Der Kampf um Platz Sechs geht weiter. 10 Spiele stehen bei drei Punkten Rückstand aus. Leise wird darf weiter gehofft werden. Gleich

nächste Woche geht es mit dem Heimspiel gegen den direkten VfL-Verfolger,TuS Schutterwald, weiter.

zur Statistik:

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