Am Sonntag um 17.00 Uhr empfangen die VfL-Talente das nächste Spitzenteam mit der SG Pforzheim/Eutingen. Die Pforzheimer, die viele Jahre in der Dritten Liga spielten und aktuell um den Wiederaufstieg ringen gehören zum Inventar der JBLH. Schon öfters standen SG-Jugendmannschaften in den Deutschen Finalrunden. Und auch in dieser Saison ist die Vizemeisterschaft der Südgruppe fest im Visier. Nach einer verletzungsbedingten Schwächephase holten die Spieler aus der Goldstadt zuletzt 14:0-Punkte. Im Gesamtergebnis hat der Sonntagsgast mittlerweile 3 Punkte Vorsprung auf den Tabellendritten Frisch-AUF Göppingen und 5 auf die vor der Runde sehr hoch gehandelten Bittenfelder. Ohne den Spielern zu nahe stehen zu wollen, bester Mann bei den Goldstädtern ist Trainer Alexander Lipps. Er ist engagierter Auswahltrainer, Trainer des Viertligateams und der JBLH-Mannschaft, ein unglaubliches Pensum. Es ist nicht einfach sich im Haifischbecken JBLH unter den ganzen Erstliga- und Zweitliganachwuchszentren und ihren Versprechungen zu behaupten und das noch an der Spitze. Darum kämpfte er auch bundesweit gegen die nun durchgesetzte Reduzierung der JBLH: Besonders Bayern und Württemberg wähnte er auf seiner Seite. Alle bayrischen und württembergischen JBLH-Teams waren gegen eine Reduzierung, doch ihre Präsidenten stimmten einsam dafür. Traurig, ohne ihre Stimmen wäre der Antrag zuungunsten der Leistungsentwicklung der Breite abgelehnt worden. Auch ein Schlag für den VfL Günzburg. Die falsche Richtung des DHB ist vorgegeben, immerhin konnten diesmal noch Überlegungen für eine B-Jugend-Bundesliga abgeschmettert werden. Die traurige Tendenz alle Talente so früh wie möglich weg von den Vereinen in die Leistungszentren. Was soll da aus Südbayern werden, das gerade noch einen Drittligisten und keinen finanzstarken Bayernligisten auf der Landkarte hat?

Außer Reichweite ist der sechste Platz bei verbleibenden fünf Spieltagen für den VfL weiterhin nicht. Dennoch knabbert die Mannschaft natürlich an zuletzt 2:8-Punkten, dabei ist die 43:29-Niederlage bei den Junglöwen sicher das geringste Problem, an einem guten Tag des Klassenprimus kann das jeder deutschen Mannschaft passieren. Zu stark ist einfach der dortige Kader, zu ideal die Gesamtbedingungen rund um Kronau und Östringen. Trainer Sandro Jooß sprach ausgiebig mit der Mannschaft um sie auf die anspruchsvolle Aufgabe vorzubereiten und die Blicke nach vorn zu richten.. Am Trainingseinsatz hat es der Mannschaft auch in dieser Woche nicht gefehlt und die kleine Außenseiterchance, die man auch gegen ein Spitzenteam hat war schon oft gute Ausgangsposition für eine ordentliche Günzburger Überraschung.

Wegen des attraktiven Gegners haben die Verantwortlichen um Manager Siggi Walburger wieder eine Freikartenaktion für Günzburger Schulen und Vereine gestartet. Die Mannschaft würde sich sehr über zahlreiche Unterstützung von den Rängen freuen. Jede noch so kleine Chande auf “keine Quali” sollte genutzt werden. Dazu bedarf es ordentlicher Unterstützung von den Rängen.