Nach jahrelangem Kampf um den Aufstieg gelang den Günzburger Handballerinnen in zwei fesselnden Relegationsspielen gegen den Laimer SV der ersehnte Sprung in die Bayernliga. Ähnlich wie bei den Männer vor ein paar Jahren wird in der bayrischen Elite-Liga nun alles “größer, breiter und schneller”. Die Erfolgstrainer Peter und Jürgen Kees haben sich deswegen ein besonders nachhaltiges Trainingskonzept einfallen lassen.

Los ging es zum Team-Building und Nervenkitzel am vergangenen Donnerstag in einen Wald-Seilgarten. Passend für ein Team, das nächste Saison in ganz anderen Höhen zurecht kommen möchte. Neben den normalen Trainingseinheiten stehen spezielle Krafttrainings auf dem Programm, schließlich ist Jürgen Kees auf diesem Gebiet schon berufsmäßig Experte. Spaß soll eine SUP-Tour bereiten. Uwe Röllig, langjähriger VfL-Handballer, der im Ulmer Zentrum eine SUP-SStation betreibt hat dazu gerne eingeladen. Ansonsten wird viel in der Rebayhalle trainiert. Dort findet im August auch ein Trainingslager statt.

Vorbereitungsturniere werden in Kissing und Singen besucht, Testspiele sind bislang mit dem TSV Burlafingen, dem TSV Schwabmünchen und dem TSV Haunstetten vereinbart, weitere werden folgen.

Personell hat sich auch einiges getan. Wolfgang Behm, sportlicher Leiter bei den Damen, berichtet, dass es in der Region immens schwierig ist Spielerinnen in Viertliga-Qualität zu finden. Umso glücklicher ist er, dass er nach dem bedauerlichen Ausscheiden von Judith Deutschenbauer, die so viel für den Günzburger Damenhandball getan hat und nun in der Reservemannschaft kürzer treten möchte, gleich zwei neue Spielerinnen begrüßen darf. Zum einen kommt die zwanzigjährige Sonja Christel von der SG BMB Bietigheim: Sie verschlug es studienhalber nach Ulm. Bietigheim ist das Mekka des Deutschen Damenhandballes geworden. Unlängst wurde die SG erst wieder Deutscher Handballmeister. Sonja Christel wurde bei den Nord-Württembergerinnrn in der Dritten Liga eingesetzt und ist hervorragend ausgebildet. Vom Damen-Traditionsverein TSV Burlafingen kommt Svenja Engelmann, eine großgewachsene Kreisläuferin, die auch in der Abwehr ihre Frau steht und Erfahrungen aus der Württembergliga mitbringt. Damit ist der Kader erst einmal voll. Reka Kovacs befindet sich nach ihrer OP noch in der Wiederherstellung und wird erst Mitte Juli zur Mannschaft stoßen.

Ziel kann für einen Bayernliga-Neuling immer nur der Klassenerhalt sein. Die Runde beginnt am Wochenende des 14.09.19 mit einer Auswärtsbegegnung beim letztsaisonalen Tabellenzehnten Mintraching/Neutraubling. Eine Woche später dann das erste Bayernliga-Heimspiel den vormaligen Sechsten HSV Bergtheim. Bekannte Namen wie HC Erlangen, MTV Stadeln, HSG Würm-Mitte oder der TSV Winkelhaid geben sich in dieser Liga die Klinke. Mit der Begegnung gegen den TSV Haunstetten II darf man sich auch auf ein Schwaben-Derby freuen.

Bis dahin wird allerdings noch jede Menge Schweiß fließen.