Nachdem der letztjährige Fielmanncup komplett ins Wasser fiel, hatte Petrus 2019 ein Einsehen mit den VfL Handballern und bot schönstes Sommerwetter. Da zu einem richtigen Sommer auch ein Regenguss gehört, öffneten sich Sonntagmittag kurz und durchaus heftig die Himmelspforten. Bei all den Anstrengungen tat das gut: Zum einen kühlte es ein wenig ab und zum anderen hatte man endlich einmal Zeit um ordentlich Mittag zu essen. Turnierleiter Jürgen Kees reagierte gewohnt souverän, verkürzte nach einstündiger Pause vorübergehend die Spielzeit, so dass die Finals fast planmäßig angepfiffen werden konnte. Auch das war eine der vielen guten Leistungen rund um das Turnier.

Samstags waren die großen Mädchen und Jungs von der C- bis zur A-Jugend dran. Irgendwie setzten sich schon die Favoriten durch. Auf des Messers scharfer Schneide wurde beim Finale der weiblichen C-Jugend getanzt. In einem der vielen fair umrungenen Derbys gewann der VfL Günzburg ganz, ganz knapp mit 12:11 gegen die Niederrauner Handballfreundinnen. Bei der männlichen C-Jugend gewannen  die  Schützlinge von Dieter Schiele und Stefan Albrecht das Endspiel gegen den TSV Trudering mit 13:10 – fast schon standesgemäß für einen Bayernligisten. Bei den B-Mädchen war der SC Vöhringen das Maß der Dinge. Mit sage und schreibe 14:5 konnte der TV Gundelfingen im Spiel um Platz 1 in  engen Schranken gehalten werden. Das Turnier der männlichen B-Jugend gewann Bayernligist TSV Niederraunau mit Trainer Johannes Rosenberger gegen eine starke Spielgemeinschaft aus Kempten und Kottern, die in der Landesliga auf Torejagd geht. Die Konkurrenz der weiblichen A-Jugend entschied die SG Mintraching/Neutraubling gegen die württembergischen Gäste aus Schnaitheim. Cheftrainer Hofmeister  war ganz begeistert von den schnellen Juniorinnen. Das Turnier der männlichen A-Jugend litt unter zwei kurzfristigen Absagen, so dass zu Dritt eine Doppelrunde gespielt wurde. Die HSG Oberkochen/Königsbronn und der TSV Niederraunau zeigten starke Leistungen, am Ende setzte sich dann aber doch der VfL Günzburg um einen überglücklichen Spielertrainer Alexander Jahn knapp durch. Vor Freude wurde anschließend im Überschwang der Siegesgefühle noch ein B-Pong-Turnier veranstaltet.

Am Sonntag war dann Kinderfest. Auf den Plätzen des Dossenberger Gymnasiums war die Strenge einer höheren Lehranstalt komplett verflogen, überall wuselte es vor glücklichen Kindern; “dummen Hunden” und Eltern. Keiner musste streng lernen, freudig durfte gespielt werden.

Bei der männlichen D-Jugend gewann der TSV Niederraunau um Trainer Karl Weindl gegen die Gastgeber mit 8:4. Damit gelang den Gästen die Revanche für die Endspiel-Niederlage beim Gundelfinger Turnier. Stellvertretende Abteilungsleiterin Annette Fiegel-Jensen glaubt, dass in der Runde die Karten durchaus wieder neu gemischt werden konnten. Nun müsse aber erst einmal Aufbauarbeit geleistet werden. Auch bei den D-Mädchen kam es zu einem Derby-Endspiel. Diesmal allerdings obsiegten die Weinroten gegen die Blauen. Vielleicht lag es auch an Erfolgstrainer Johannes Rosenberger, der als VfL-FSJler die Günzburgerinnen  zum Endspielsieg führte. Damit gelang ihm ein seltenes Kunststück. Zwei Siege beim Fielmanncup kann man als Trainer schon einmal feiern, einer bei Jungs und einer bei den Mädchen ist selten. Samstags als Raunau-Trainer und Sonntags als VfL-Trainer ist praktisch unmöglich. Das dürfte für Ewigkeit in den Annalen stehen.

Bei der E-Jugend und den Minis gewannen nicht die üblichen Verdächtigen aus dem südlichen Landkreis oder Schwabmünchen. Bei der E-Jugend gingen die Goldmedaillen an den TSV Allach; der in einem spannenden Endspiel – der Schiedsrichter musste danach zur Beruhigung ein Radler trinken – mit 12:11 gegen den TSV Schwabmünchen obsiegte. Bei den Minis ging Gold an 1880 München, Silber an die HSG Langenau/Wittislingen und Bronze an den TSV Schwabmünchen. Sowohl beim VfL Günzburg als auch beim TSV Niederraunau sollen die Sommerferien angeblich zur schonungslosen Analyse genutzt werden, warum es bei den Kleinsten diesmal nicht für das Podest reichte.

Bereits ein paar Stunden später, um 19.00 Uhr, war fast alles wieder aufgeräumt. Die Verantwortlichen um Jürgen Kees, Dominik Rembold, Siggi Walburger und Iris Groß hatten im Hintergrund top Arbeit geleistet. Während der Veranstaltung war zu spüren, dass der VfL sehr bemüht war ein guter Gastgeber zu sein. Eltern; Aktive und Jugendliche hatten Handballhand in Handballhand für die schöne gemeinsame Sache gearbeitet.      

Ergebnisse vom Samstag:

wC

1) VfL Günzburg

2) TSV Niederraunau

3) TV Waltenhofen

Finale: GZ – Niederraunau 12:11

mC

1) VfL Günzburg

2) TSV Trudering

3) SG Kempten/Kottern

Finale: GZ – Trudering 13:10

wB

1) SV Vöhringen

2) TV Gundelfingen

3) Aalener Sportallianz 

Finale: Vö – Gu 14:5

mB

1) TSV Niederraunau

2) SG Kempten/Kottern

3) HSG Oberkochen/Königsbronn

Finale: Nie – Ke/Ko 10:6

wA

1) SG Mintraching/Neutraubling

2) TSG Schnaitheim

3) TSV Niederraunau

Finale: Mi – Schnai 9:5

mA

1) VfL Günzburg

2) HSG Oberkochen/Königsbronn

3) TSV Niederraunau 

Ergebnisse vom Sonntag:

mD

1) TSV Niederraunau

2) VfL Günzburg

3) SC Vöhringen

Finale: Niederraunau – Günzburg 8:4

wD

1) VfL Günzburg

2) TSV Niederraunau

3) HSG Oberkochen/Königsbronn

Finale: Günzburg – Oberkochen/Königsbronn 7:3

E

1) TSV Allach

2) TSV Schwabmünchen

3) TSV Friedberg

Finale: Allach – Schwabmünchen 12:11

Minis/F

1) SV 1880 München

2) HSG Lauingen/Wittislingen

3) TSV Schwabmüchen

Finale: 1880 München – Lauingen/Wittislingen 10:5