DIE ADLER KOMMEN

Am kommenden Samstag um 20:00 Uhr empfangen die Bayernligahandballer die Spielgemeinschaft aus Regensburg.

Normalerweise ist das erste Bayernligajahr für eine Mannschaft sehr schwierig. Das musste der VfL Günzburg feststellen, aber auch parallel der TSV Lohr. Aufsteiger finden sich zudem überdurchschnittlich oft auf den so ungeliebten Abstiegsplätzen wieder. Anders die „Adler“ aus Regensburg. Früh in der Saison 2018/2019 konnten sie als Aufsteiger ihre Qualität unter Beweis stellen. Auch die Spiele gegen Günzburg verliefen immer auf Messers Schneide und am Ende konnte mit dem 7. Platz ein mehr als respektables Ergebnis eingefahren werden. Diese Runde wollen die Domstädter mehr und haben sich in der Sommerpause namhaft verstärken können. Vor allem die Namen Steffan Meyer und Konstantin Singwald sind ins Günzburger Hirn eingebrannt. Beide haben Erfahrungen in der dritten Liga sammeln können, beide waren bei ihren vorherigen Vereinen absolute Leistungsträger und beide konnten mit ihren jeweiligen Vereinen in und gegen Günzburg schon deutliche Siege verbuchen. Auch wenn es dieses Jahr eigentlich keinen eindeutigen Aspiranten auf die Meisterschaft gibt, zum Feld der Aufstiegsfavoriten muss die SG Regensburg auf jeden Fall gezählt werden.

Die ersten Spiele der Regensburger waren allerdings nicht so eindeutig, wie ihr Kader das vermuten lassen könnte. Gegen die TG Landshut ließen die Gäste schon Punkte liegen und auch im letzten Spiel gegen die Lohrer Handballer war die Begegnung über weite Teile offen. Für die Günzburger Handballseele eröffnet das einige Möglichkeiten. Unterschätzt wird dieser Gegner von den Spielern von Trainer Czakó auf keinen Fall und die dann doch engen Ergebnisse lassen auf einen großartigen Kampf hoffen. Beide Mannschaften stehen mit 4:2 Punkten im oberen Mittelfeld der Tabelle, beide Mannschaften haben sich eventuell ein klein wenig mehr Ausbeute erhofft, beide Mannschaften können aber mit dem Saisonstart nicht unzufrieden sein.

Ganz klar allerdings ist qualitativ der individuelle Vorteil auf der Gästeseite. Das hat den VfL allerdings auch nie wirklich ausgemacht. Spiele der Weinroten wurden in der Regel über die Teamleistung gewonnen, aber auch verloren. Diese These scheint sich auch in der noch jungen Saison zu bestätigen. Die Siege resultierten immer aus einer geschlossen guten Mannschaftsleistung und auch die bislang einzige Niederlage aus dem logischen Gegenstück. Viel wurde an der Günz nicht mehr über das letzte Spiel nachgedacht. Trotzdem konnte das spielfreie Wochenende von Trainer Czakó genutzt werden, die ein oder anderen Schwachstelle im Günzburger Spiel zu korrigieren. Ansonsten gilt es, auf die positiven Aspekte des Saisonbeginns zu bauen und mit breiter Brust den Gegner zu empfangen.

Am Wochenende haben die Spieler um Flügelflitzer David Pfetsch die Chance, in der geschichtsträchtigen Rebayhalle mal wieder Spitzenhandball dem Günzburger Publikum zu präsentieren. Die Adler aus Regensburger werden ohne jeden Zweifel das Ihrige dazu beitragen. Es ist alles angerichtet für ein tolles Handballfest, man muss nur noch zugreifen.