AUF ZU DEN PANTHERN NACH FÜRSTENFELDBRUCK

Am kommenden Samstag geht es für die Handballer des VfL gegen die Nachwuchsmannschaft des Drittligisten TuS Fürstenfeldbruck.

Die sogenannten Panther aus Fürstenfeldbruck sind seit dem Drittligaabstieg des TSV Friedberg vor einigen Jahren unangefochten das erfolgreichste südbayerische Team. Aktuell kämpfen sie in der starken Dritten Liga Süd um die vorderen Plätze und zeigen oft beeindruckende Leistungen. Auch dieses Team kann größtenteils durch junge und erfolgshungrige Spieler aus der näheren Umgebung aufspielen. Ein zwingender Faktor, um längerfristig ohne größere Zukäufe aus dem Ausland im unteren Profibereich mitzuspielen ist eine erfolgreiche zweite Mannschaft. Anders, als der VfL haben es die Panther schon vor Jahren geschafft, ein Perspektivteam in der Landesliga zu etablieren. Talente aus der eigenen Jugend können hier mit Hilfe altgedienter Drittligaspieler Erfahrung sammeln, sich an die Härte des Männerhandballs gewöhnen und so langsam zu einer echten Verstärkung für die Erste heranreifen. Nachdem sie immer mal wieder im oberen Landesligadrittel landen konnten, schafften sie in der letzten Saison eine faustdicke Überraschung. Immer wieder gewannen sie gegen nominell deutlich stärkere Mannschaften wie beispielsweise den TSV Ottobeuren und konnten am Ende relativ deutlich die Vizemeisterschaft hinter Anzing für sich gewinnen. Diese berechtigt gleichzeitig zur Teilnahme an zwei Relegationsspielen gegen den Vizemeister aus der Nordliga. Nachdem das erste Spiel noch knapp verloren wurde, konnte im zweiten Spiel ein deutlicher Sieg eingefahren werden und die junge Mannschaft aus Fürstenfeldbruck schaffte tatsächlich den Aufstieg in die Bayernliga. Hier ist sie leider noch nicht ganz angekommen. Aktuell tragen sie ohne gewonnenen Punkt die rote Laterne der Liga. Die Leistung der Nachwuchspanther zeigt allerdings in die richtige Richtung und es dürfte wohl nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sie sich das erste Zählbare erspielen.

Die meisten Weinroten dürfen diese Situation wohl noch allzu gut kennen, schrammten sie vor vier Jahren haarscharf am Abstieg vorbei. Diese Zeiten sind zum Glück ad acta gelegt. Aktuell befinden sich die Spieler um Jakob Herrmann mitten im engsten Rennen um die Sonnenseite der Tabelle seit einigen Jahren. Mit dem Sieg gegen Rimpar vergangene Woche wurde der Anschluss nach oben geschafft. Selbstzufriedenheit hat sich allerdings mitnichten an der Donau breit gemacht. Obschon einige erfreuliche Entwicklungen nun endlich einschlagen, sieht Trainer Czakó vor allem im Angriff noch einiges an Verbesserungsbedarf. Hier wird auch in dieser Trainingswoche wieder der Fokus liegen. Nur der Hauch von Überheblichkeit wäre ein sicherer Garant für einen massiven Leistungseinbruch und damit für eine Niederlage. Insbesondere bei diesem Spiel würden sich die Weinroten damit schmerzhaft ins eigene Fleisch schneiden. Mit einem Sieg könnte beim nächsten Heimspiel dem Günzburger Publikum zum ersten Mal seit dem Bundesligaabstieg ein absolut relevantes Spitzenspiel präsentiert werden, wohingegen die VfL´er mit einer Niederlage direkt ins Mittelfeld abrutschen würden.

Czakó wird nicht müde, seine Spieler von der Gefährlichkeit der Ausgangslange am Samstag zu warnen. Die Ergebnisse dieser Runde beweisen, dass die Liga so ausgeglichen ist, wie vermutlich noch nie und auch der Letzte gegen Mannschaften im vorderen Bereich punkten kann. Die Gastgeber werden alles in die Waagschale werfen, um vor heimischem Publikum die ersten Punkte zu holen. Nur, wenn die Günzburger bereit sind, ebenfalls in Abwehr und Angriff wieder um jeden Zentimeter Hallenboden zu kämpfen, holen sie ganz am Ende die so wichtigen zwei Punkte.

Durch die bisherige Leistung haben die Weinroten am Samstag nun die Chance, sich ein echtes Spitzenspiel zu erspielen. Nun liegt es in den Händen des Trainers und den Spielern sie auch wahrzunehmen.

Über zahlreiche Unterstützer würde sich jeder aus der Mannschaft freuen. Neben der vergleichsweise kurzen Fahrt und der Wichtigkeit des Spieles, kann im Anschluss an die Bayernligapartie auch hochwertiger Drittligahandball angeschaut werden. Es gibt also genug Gründe, am Samstag Richtung München zu fahren.

Abfahrt ist am Samstag an der Rebayhalle um 14:00 Uhr.

Anmeldungen an Dieter Pohl: 0171/5853972