JBLH-MA: TV Hochdorf – VFL GÜNZBURG

Wenn sich die A-Jugend am Sonntag ab 11.00 Uhr auf die weite Reise ins rheinland-pfälzische Hochdorf, in der Metropolregion Rhein-Neckar gelegen, macht, wird die weiteste Bundesligafahrt bestrtten. Leicht zu erkennen, denn angepfiffen wird um 17.00 Uhr. Beim TV Hochdorf treten dann zwei Mannschaften mit großer Vergangenheit gegeneinander an. Immerhin gehörten die Hochdorfer 1966 zu den Gründungsmitgliedern der Handballbundesliga. 1967 standen sie gar im Endspiel um die deutsche Meisterschaft, in dem sie dem VfL Gummersbach unterlagen. Um die Bequemlichkeit zu erhöhen wird mit einem Reisebus gefahren, den man in der Rückfahrt leicht in einen Partybus umbauen könnte.

In der Vorrunde starteten die Sonntagsgastgeber fulminant mit einem unerwarteten 37:30-Erfolg gegen Frisch-Auf Göppingen. Es sollte der einzige Sieg bleiben, obwohl die Mannschaft immer alles gab. So war es auch am neunten und letzten Spieltag als sie knapp mit 28:26 in der Günzburger Rebayhalle unterlagen. Besonders die Spieler auf Rückraumlinks rissen immer wieder Lücken in die VfL-Abwehr. Luis Mayer erzielte damals sechs Treffer. Für die Abschlusstabelle bedeutete das damals den letzten Platz. Vorletzter war der VfL Günzburg mit fünf Minuspunkte geworden.

In der Pokalrunde bestätigten die TV-Spieler ihr großes Kämpferherz. Zwei Unentschieden gelangen auswärts: 22:22 bei der HG Oftersheim/Schwetzingen und 33:33 in der Göppinger Arena. Lediglich zu Hause unterlag man dem TV Bittenfeld. Man kann sich vorstellen wie sehr sich die Rheinlandpfälzer bei all der Kämpferei nach ihrem zweiten Heimsieg der Saison sehen und wieviel Kampfkraft sie dafür in die Waagschale werfen werden.

Beim VfL lief es in der Pokalrunde bislang noch überhaupt nicht. Trotz starker Leistungen zum Ende der Vorrunde, gelang im zweiten Teil noch kein einziger Punkt, auch wenn die Mannschaft um Alexander Jahn zuletzt auch ohne Frieder Bandlow gegen die HSG Konstanz 50 Minuten voll dran war. Ein Aufwärtstrend war zu erkennen. Nun hofft Trainer Hofmeister auf den ersten Sieg. Es wäre Blasam für die Wunden der Spieler, die es sicher viel schwerer haben als die Bundesligaspieler davor, die nicht in dem Maße Doppelbelastungen ausgesetzt waren. Auch dem Tabellenstand täte ein Sieg gut, damit könnten die Schwaben nämlich nach direktem Vergleich die Hochdorfer überholen. Um das zu realisieren steht allerdings ein sehr hartes Stück Handballarbeit bevor.