Zur besten Damen-Handballzeit, am Samstag um 17.30 Uhr, empfangen die VfL-Schönen den vormaligen Mit-Aufsteiger aus Winkelhaid. Am Ende sehr souverän setzte sich der TSV Winkelhaid mit 43:9 als Meister und Direktaufsteiger der Landesliga-Nord der Saison 18/19 durch. Die Günzburgerinnen mussten damals als Zweite in der Relegation gegen den SV Laim nachsitzen, ehe man in die Bayrische Eliteliga kam.

 

Während der VfL seinen Siegeszug fortführte, taten sich die  Damen aus dem Nürnberger Land überraschend schwer in der neuen Liga. Aktuelll zieren sie nach der offiziellen Tabelle des Bayrischen Handballverbandes das Tabellenende. Einige Zeit waren sie gar abgeschlagen. Doch zuletzt ging es leistungsmäßig bergauf, die Sportlerinnen kämpfen aufopferungsvoll  um die Ehre ihrer Vereinsfarben. 4:4-Punkte sind die Ausbeute aus den letzten vier Begegnungen. Bei anderer Konstellation wäre vielleicht sogar noch mehr drin gewesen, denn einer der letzten Gegner hieß HC Erlangen. Und da verliert man halt als “ganz normaler” Bayerniigist. Das Zwischenhoch der Schützlinge von Sebastian Wilfing zeigt tabellarische Auswirkungen. Als Vierzehnter ist man mit acht Minuspunkten bis auf einen Punkt an den Elften HSG Fichtelgebirge und bis auf zwei Punkte auf den Zehnten HSG Freising-Neufahrn herangerückt. Dem hundsgemeinen Abstiegsgespenst kann also noch ein Schnippchen geschlagen werden. “Besonders mit einem Überraschungssieg in Günzburg”, werden sich die demnächst Anreisenden “hinterlistig” denken.

 

Ein wenig Brisanz steckt zusätzlich in der Begegnung. So richitg grün sind sich beide Teams nämlich nicht. Was war geschehen? Letzte Saison musste der VfL am Ende seiner personellen Kraft sein Heimspiel gegen den TSV sehr kurzfristig absagen. Gerne macht man das wirklich nicht. Manchmal bleibt aber halt nichts anderes übrig. Für die Samstagsgäste war die Absage, damals besonders bitter. weil die Reise mit großem Bus längst organisiert war und man auch in finazielle Vorauslage ging. Da man beider Seiten Vorgehen und Empfinden eigentlich gut nachvollziehen kann, sollte diese alte Geschichte aber auch einmal vergessen sein. Das Spiel wäre die beste Gelgenheit dieses Kriegsbeil endlich zu begraben. Es passt nicht zum harten, aber stets fairen Vorzeigesport Handball.

 

Die VfL-Mannschaft freut sich auf das Duell der Aufsteigerinnen. Personell müsste es ein wenig besser aussehen als vor Wochenfrist. Sina Schütte muss keine Antibiotika mehr nehmen und Sonja Christel konnte auch wieder halbwegs schmerzfrei trainieren. Es ist also angerichtet für einen Damen-Handball-Leckerbissen. Und abgesagt wird die Begegnung diesmal ganz sicher nicht.