Nach einer imponierenden Leistungssteigerung gewinnen die Günzburger Bayernliga-Handballerinnen gegen den Mitaufsteiger aus Winkelhaid mit 35:26 (12:11). Das Ergebnis berücksichtigt nicht die ausgezeichnete Leistung der Werferinnen aus dem Nürnberger Land bis weit in die zweite Halbzeit hinein als die Zuschauer ein Spiel auf Augenhöhe erlebten.

Die Schwäbinnen festigen damit ihren sensationellen vierten Platz und haben derzeit vier Punkte Vorsprung auf den Fünften TV Zirndorf und den Sechsten, der Spielgemeinschaft aus Mintraching und Neutraubling. Die Unterlegenen bleiben auf dem letzten Platz, haben allerdings nur zwei Punkte Abstand auf das rettende Ufer:

Die ersten beiden Treffer erzielten Nina Porkert und Tanja Stoll zum 2:0. Das tat Beiden ganz offensichtlich gut, denn heute wissen wir: sie wurden an diesem Tag beste Torschützinnen der Weinroten. Linkshänderin Nina Porkert, die aktuell torgefährlichste Weinrote erzielte elf Tor, die Rückraum-Allrounderin Stoll sechs. Als Martina Jahn zum 4:1 einschoss, hofften die zahlreichen Fans auf einen gemütlichen Handballabend. Doch sie hatte die Rechnung ohne die engagierten TSV-Spielerinnen gemacht, die sich mit allen fairen Mitteln gegen das ungeliebte Abstiegsgespenst wehrten. Von nun an ging es munter und recht undamenhaft Hin und Her. Beim 6:6 durch die ausgezeichneten Schiedsrichter Spegele/Weineck erzielten die aktuellen Abstiegskandidaten das 6:6. Beim 8:9 war das Spiel gekippt. Gästespielerin Susanne Spychara traf in dieser Phase für ihr Team mehrfach. Die Zuschauer stellen auf Schluss mit Gemütlichkeit um und feuerten ordentlich an. Kurz vor dem Halbzeitpfiff stellte Martina Jahn den 12:11-Halbzeitstand her. Sie übernimmt oft in entscheidenden Phasen erfolgreich Verantwortung für das Team. Die “siebte Feldspielerin” war das erfolgreiche taktische Mittel in dieser Phase. Großen Anteil an der knappen Führung hatte Torfrau Selina Schlund mit stoischer Ruhe und prächtigen Paraden. Da beim VfL Günzburg das große Ganze im Vordergrund steht und die zweite Damenmannschaft an diesem Spieltag keine Torhüterin zur Verfügung hatte, wechselte sie danach das Trikot und fuhr mit dem BOL-Team nach Meitingen. Das gibt es nur beim VfL.

Nach dem 13:13 durch Katja Götz veränderte sich die Ergebnisentwicklung. Leise, aber beharrlich, bastelten die Gasgeberinnen an ihrem Vorsprung. Bein 16:13 waren es drei Treffer: Erneut Katja Götz unterbrach den Lauf zum 16:14. Der VfL drängte energisch auf die Entscheidung zu seinen Gunsten. Erst folgte ein 18:14 und später ein 21:16-Zwischenstand. Eine Vorentscheidung war das noch nicht. Die Fränkinnen mobilisierten ihre letzten Reserven und kamen beim 23:20 auf Handballtuchfühlung. Dann war allerdings Entscheidungsreife. Gestützt auf eine ebenfalls starke Torhüterin Lisa Gremmeslpacher zogen die VfL-Schönen auf 27:20 (50. Minute) davon. Dank der mittlerweile stabilen Abwehr war das die Vorentscheidung. Das Ergebnis konnte am Ende zu einem vielleicht ein wenig zu hohem 35:26 hoch geschraubt werden. Wieder war ein Sieg unter schwierigen Personalbedingungen unter Dach und Fach gebracht.

hier die Statistik:

https://bhv-handball.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaDokumentHBDE.woa/wa/nuDokument?dokument=meetingReportHB&meeting=6508247&etag=a842cd9d-d5b8-492d-a4c2-fb1b09704049