Sandro Jooß wird neuer Trainer beim VfL Günzburg, zusammen mit Stephan Hofmeister wird der erfahrene Trainer in der kommenden Runde das Aushängeschild der schwäbischen Jugendhandballes die Günzburger A-Jugend trainieren.

Stephan Hofmeister war überhaupt nicht glücklich über das Ausscheiden des erfolgreichen Trainertrios Rudi Jahn, Volker Schmidt und Markus Guckler. Auf Dauer konnte die Lücke nicht mit der Doppelbelastung Männer-Bayernliga und VfL-A-Jugend geschlossen werden, zumal Schreibtisch-, Verbands- und Öffentlichkeitsarbeit jährlich erheblich zunehmen. Es musste ein hoch qualifizierter Trainer von auswärts her, der sowohl im Jugendbereich als auch im höherklassigen Aktivenbereich Erfahrung und Erfolge vorzuweisen hat.

Früh kam der Gedanke auf Sandro Jooß. Er beendete kürzlich seine Spielerkarriere als Rückraumrechts beim damaligen Württemberligisten SC Vöhringen, wo er vor vielen Jahren den Durchbruch beim damaligen Trainer Hofmeister schaffte. Außerdem war er 19 Jahre bei der SG Herbrechtingen-Bolheim als Trainer tätig. 2012 wurde er dort mit dem damals noch unbekannten Verein württembergischer Meister der A-Jugend. Dieses Team war dann, Vergleiche mit dem VfL Günzburg bieten sich an, die Basis für ein Männerteam, dass schließlich bis in die Württembergliga aufstieg. Aus eigenem Wunsch schied der Chemiker mit dem Klassenerhalt nach dieser Saison aus.

Da sich im Ulmer Raum das Trainerkarussell wild drehte, lagen ihm viele höherklassige Angebote von Aktivenmannschaften vor. Die Gespräche mit Stephan Hofmeister liefen seit Februar und früh wurde klar, dass das nach einer kleinen Handballpause etwas werden konnte. Wenn man perspektivisch etwas im Handball bewegen kann, dann vor allem in der Handballhochburg Günzburg. Diese Woche hielt es den Vollbluthandballer nicht mehr in der eigenen Wohnung und er sagte zu. Bereits am Freitag wird er teilweise das A-Jugendtraining leiten und am Samstag Aufgaben bei der JBLH-Quali übernehmen.

Der VfL Günzburg freut sich sehr über die Zusage, rechnet mit einer ganzen Reihe von neuen Impulsen durch den Work-Aholic und bleibt damit seinem Weg treu, VfL-Spieler möglichst gut zu schulen. Da im Aktivenbereich auch weiterhin in Günzburg ausgebildete Spieler zum Einsatz kommen sollen, wir man in den nächsten Jahren immer wieder den Trainerstab von auswärts erweitern müssen.